Ich bin wieder da. Seit gestern.

Die letzten 3 Monate war ich nur zwei Mal kurz zu Hause,
und ich habe in dieser Zeit viele wertvolle Dinge gelernt.

Leider ist Vertrauen mehr als zerbrechlich.
Was Freundschaft bedeutet zum Beispiel.

Es gab in dieser Zeit, und auch vorher, ganz tolle Menschen,
die immer ein offenes Ohr für mich hatten,
wenn ich meine Eindrücke weit weg von zu Hause teilen mochte.
Und ich bin bestimmt kein Ignorant, und daher war es mir mehr als recht,
ebenfalls erreichbar zu sein, wenn es Veränderungen oder Probleme gab,
über die mein kleiner, aber unendlich wertvoller Freundeskreis, reden musste.
Genau in diesem Kreis gibt es einen Menschen,
der mir seit einem Jahr oft mehr bedeutet hat als ich.

Egal, wem es in dieser Zeit von uns beiden gut oder dreckig ging,
der jeweils andere hatte immer ein offenes Ohr und mehr.
Ich bin kein Mensch, der von Heute auf Morgen Vertrauen fassen kann,
auch mit ihm war es eine Art Prozess,
bis ich ihm alle Geheimnisse meiner Vergangenheit anvertraut habe.
Auch ich wollte ihn im Chaos seiner Gefühle nicht „stören“,
und habe daher geduldig abgewartet,
als er mit Tränen in den Augen neben mir saß.
Doch konnte ich so ein bis zwei Ratschläge geben,
nachdem ich ihn habe weinen lassen.

Es mag abgedroschen klingen, aber ich glaubte,
wir seien ein dynamisches Duo,
deren Freundschaft keine Widrigkeit des Lebens trennen könnte.

Nur jetzt habe ich Schmerzen, sowohl seelische,
als auch körperliche, es ist diese Verkrampfung,
die mehr als deutlich spürbar wird.
Wenn es bei „guten Freunden“ um eine Frau geht,
dann hat leider bei ihm das Rationale ausgesetzt.
Und auch bei mir, da Vorwürfe und Beleidigungen
absolut nichts mit Freundschaft zu tun haben.
Wir haben in der Vergangenheit beide viel Dreck fressen müssen,
und auch das hat unsere Freundschaft geeint.

Vermutlich werde ich nicht mehr mit ihm reden,
da er dachte, und vielleicht, oder bestimmt sogar,
ich sei der Feind, der seine neue Beziehung zerstören könnte.
Manchmal ist es wohl schlauer, tolle Menschen in diesem Glauben zu lassen.

Ja, es tut weh, und es fühlt sich an wie früher,
was jedoch nichts daran ändert,
dass ich ihm alles Glück dieser Welt wünsche.

Advertisements

Am 13. September 2014 ist bei uns die Band „Fairness“ aufgetreten,
ein Projekt der hiesigen Kreisvolkshochschle.
Einige der Bandmitglieder kannte ich bereits,
und ich war angenehm überrascht, denn diese Mischung aus Rock und Blues
wusste wirklich zu gefallen. Auch unsere eigene Gesangsgruppe
gab ihr Bestes, und das zahlreiche Publikum dankte es mit Aplaus.

Und plötzlich betrat eine junge Frau die improvisierte Bühne,
auf dem Rücken einen Gitarrenkoffer. Sie nahm ihre Gitarre heraus,
trat dann selbstbewusst vor das Mikrofon und begann,
begleitet von sanften Klängen ihrer Gitarre zu singen.
Schon nach wenigen Zeilen war ich mehr als angetan von dem,
was ich da hören durfte, und auch das Publikum staunte nicht schlecht.

Ihr Name: Mona Stoppe

Ich bin mir sicher, dass man von ihr bestimmt in Zukunft
noch das ein oder andere hören wird,
ich bin jedenfalls sehr gespannt und werde versuchen,
ein wenig ihrem musikalischen Weg zu folgen.

Hier noch ein kleiner Eindruck von dem Auftritt bei uns!

Mona Stoppe live

Mona Stoppe live

Ein Mittwoch im Mai

28. Mai 2014

Da draußen ist es inzwischen ruhiger geworden,
die Kinder vom nahen Spielplatz sind daheim.
Nur noch die Vögel singen leise ihr Lied
und künden von der nahenden Dunkelheit,
eine Dunkelheit, die sich Tag für Tag wie ein weiches Laken
beschützend auf meine seltsame Seele legt.
Die Nacht hat etwas ganz besonderes, etwas magisches,
eine unausweichliche Anziehungskraft,
die mich verschlingt, während der Mond sein spährliches Licht leuchten lässt.
Und aus meinen Lautsprechern die Klänge der großen Stadt,
ruhige Musik für heiße Sommernächte in Eimsbüttel oder Friedrichshain,
aufgeheitzte Fassaden, warmer Asphalt, es ist diese einzigartige Mischung aus dem,
was sich genau in dieses besonderen Momenten Leben nennt.
Lachende Menschen auf Dachterassen im Schein der Lichterketten,
Autos mit geöffnetem Verdeck, die durch nachtgrüne Alleen
in mitten von Millonen gleiten, die Gefühle des Frühlings.

Das Leben, gerade warm, ruhig und sanft!

So langsam werde ich wieder ruhig,
heute morgen und die letzte Nacht war nicht schön,
Herzrasen, gruselige Übelkeit, und diese harten Dinge in meinem Hirn.
War natürlich mehr als unschön, aber ich kenne es ja nicht mehr anders.
Eine Woche Vollgas hinterlassen nun mal Spuren,
die mir inzwischen Angst machen.
Doch gerade ist es gut, oder zumindest halbwegs entspannt,
im TV sinvolles CNN, und in einer Stunde falle ich dann erstmal
wieder in mein Bett, ein Ort der Ruhe, einfach nur betäubt schlafen.
Macht das denn alles noch einen Sinn?
Mit Nichten, aber es nützt ja gerade nichts!

Morgen wieder wach werden,
und dann irgendwie klarkommen!

Die Zeit strich ins Land, und die Besuche waren anders, aber schön.
Heute Abend ist es wieder so eine Art Flashback,
eigentlich wollte ich es nicht mehr schauen,
aber gerade heute fühlt es sich seltsam an,
so, wie damals, als ich bei ihr war, und DSDS allgegenwärtig war.
Natürlich hat es sich verändert, inzwischen sitze ich alleine auf meinem Sofa,
und ich lausche den Stimmen und Charaktären, die dort performen.

Damals!

So sanft, mit einem warmen Lächeln im Gesicht,
eine gute Zeit, in der ich aber leider nicht ausbrechen konnte,
meine harte Fassade steht mir bis heute gründlich im Weg,
blockiert alles, hält mich zurück, macht müde.
Vielleicht war es zu früh, ich weiss es nicht,
als diese kleine Blonde mit Wucht in mein Leben trat,
meine Reaktion damals war wohl falsch,
könnte ich die Uhren zurückdrehen,
dann wäre heute einiges anders, vermutlich besser.

Es duftet nach Feuer, trockenem Holz,
auf eine ruhige Nacht!

Fehler der Vergangenheit

25. April 2014

Freitag, 7 Minuten vor dem unausweichlichen Wochenende.

Sonst kenne ich das ja nicht, aber als mich heute früh mein Telefon weckte,
hätte ich es relativ gerne mit ein einer gewissen Begeisterung an die Wand gehämmert.
Ging aber nicht, da mich der Gedanke „Mehrkornbrötchen“ nicht mehr loslassen wollte!
Also raus aus der Kiste, obligatorisches Pflegeprogramm im Bad,
und dann zügig los, da ja in unserer Zentrale mal wieder Frühstücks-Freitag war.
Und diesmal habe ich mich zurückgehalten, Brötchen, Ei, Fruchtzwerg, Kaffee, reicht!

Kurz nach halb zehn, warum auch immer den Blick zur Türe gerichtet…………

Sie!

Irgendwann traten die Fluten in Japan nach dem Tsunami über die Ufer,
und es war, so wie heute, ein Freitag mit Frühstück,
verpassen wollte ich damals nichts, mit meinem MacBook auf dem Sofa,
und plötzlich ein kleiner Engel in meiner Nähe, der mit mir
wie gebannt auf mein Display starrte, um die neuesten Entwicklungen zu verfolgen.

Tag 1 war also geschehen.

Viele weitere strichen ins Land, und mit jedem wurde es intensiver,
schöner, anders, neu, ungewohnt, und leider auch befremdlich.
Im Kopf mag ich jung sein, der verspielte Bengel,
der für seinen kleinen Hightech-Tempel „sein Leben“ (???) (NEIN!) geben würde.
Aber auf der anderen Seite war ich damals schon gnadenlos einsam,
verletzt und enttäuscht, und bis heute verstecke ich mich hinter dieser Mauer aus Selbstmitleid,
sei es als eine Art Alibi, oder einfach nur aus Gründen des Selbstschutzes zu verstehen.
Es ging jedenfalls damals nicht, was jedoch keineswegs nur an mir lag,
aber dazu eventuell später mehr.

Mehr Gedanken dazu werden morgen folgen,
heute Nacht nur noch Musik,
die mit nichten hilfreich sein wird!

Herbstgedanken

28. Oktober 2013

Ein Leben, ein seltsames Konstrukt wie aus Spinnweben,
es klammerte sich intwischen zu fest an seine traurige Seele,
eine unsichtbare Macht, von unendlich großer Kraft,
die ihn bald umgeben würde, eine seltsame Stille,
und doch so vertraut wie das Lachen der Großmutter.

Ruhige Klänge umgaben ihn, William Fitzsimmons,
ein leiser Klang, der nur noch mit Mühe sein Herz erreichte,
zu tief wirkten in dieser Nacht all die Jahre,
die Sonne in nahezu unendlichen Schatten verwandelt hatten.

War dies nun seine Nacht, sollte es unausweichlich erscheinen,
die Zeit vermochte es nicht mehr, neue Kraft zu geben,
ein Gedankensturm aus tausend Farben, die zu einem fahlen Grau verblassten?
Vermochte er es, seinem Dasein zu entrinnen,
versunken in einer fatalen Mischung aus Selbstmitleid und Schmerz?

Die Schatten der Nacht zogen seine Kreise um ihn,
ruhelos, es fiel ihm schwer, zu atmen,
zu glauben an dieses letzte bisschen Hoffnung,
die zaghafte Gewissheit, nicht vergebens dieses Irgendwas
hier unten verbracht zu haben, obwohl er nicht mehr an ein Oben glaubte.

Und dennoch, da war was, dieses Sandkorn unter Milliarden,
etwas, ein letzter Funken Glaube an das,
was er schon lange Leben nannte.

Bleibt neugierig!

DSC_0005