Ich bin wieder da. Seit gestern.

Die letzten 3 Monate war ich nur zwei Mal kurz zu Hause,
und ich habe in dieser Zeit viele wertvolle Dinge gelernt.

Leider ist Vertrauen mehr als zerbrechlich.
Was Freundschaft bedeutet zum Beispiel.

Es gab in dieser Zeit, und auch vorher, ganz tolle Menschen,
die immer ein offenes Ohr für mich hatten,
wenn ich meine Eindrücke weit weg von zu Hause teilen mochte.
Und ich bin bestimmt kein Ignorant, und daher war es mir mehr als recht,
ebenfalls erreichbar zu sein, wenn es Veränderungen oder Probleme gab,
über die mein kleiner, aber unendlich wertvoller Freundeskreis, reden musste.
Genau in diesem Kreis gibt es einen Menschen,
der mir seit einem Jahr oft mehr bedeutet hat als ich.

Egal, wem es in dieser Zeit von uns beiden gut oder dreckig ging,
der jeweils andere hatte immer ein offenes Ohr und mehr.
Ich bin kein Mensch, der von Heute auf Morgen Vertrauen fassen kann,
auch mit ihm war es eine Art Prozess,
bis ich ihm alle Geheimnisse meiner Vergangenheit anvertraut habe.
Auch ich wollte ihn im Chaos seiner Gefühle nicht „stören“,
und habe daher geduldig abgewartet,
als er mit Tränen in den Augen neben mir saß.
Doch konnte ich so ein bis zwei Ratschläge geben,
nachdem ich ihn habe weinen lassen.

Es mag abgedroschen klingen, aber ich glaubte,
wir seien ein dynamisches Duo,
deren Freundschaft keine Widrigkeit des Lebens trennen könnte.

Nur jetzt habe ich Schmerzen, sowohl seelische,
als auch körperliche, es ist diese Verkrampfung,
die mehr als deutlich spürbar wird.
Wenn es bei „guten Freunden“ um eine Frau geht,
dann hat leider bei ihm das Rationale ausgesetzt.
Und auch bei mir, da Vorwürfe und Beleidigungen
absolut nichts mit Freundschaft zu tun haben.
Wir haben in der Vergangenheit beide viel Dreck fressen müssen,
und auch das hat unsere Freundschaft geeint.

Vermutlich werde ich nicht mehr mit ihm reden,
da er dachte, und vielleicht, oder bestimmt sogar,
ich sei der Feind, der seine neue Beziehung zerstören könnte.
Manchmal ist es wohl schlauer, tolle Menschen in diesem Glauben zu lassen.

Ja, es tut weh, und es fühlt sich an wie früher,
was jedoch nichts daran ändert,
dass ich ihm alles Glück dieser Welt wünsche.

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Freunde

18. August 2009

Es ist schön zu wissen,
dass man Freunde hat.

Heute nachmittag ist mir die Decke auf den Kopf gefallen,
also habe ich mich ins Auto gesetzt,
um Stefan zu besuchen,
der inzwischen zu einem meiner besten Freunde geworden ist.
Und egal, was anliegt, auf ihn kann ich mich immer verlassen,
und dabei spielt es auch keine Rolle,
wie spät oder früh es gerade ist.

Aber auch in meiner Stadt gibt es genug Menschen,
auf die ich mich verlassen kann,
das hat mir auch das Wochende gezeigt,
es war ja Stadtfest bei uns,
ich habe viele alte Freunde getroffen,
und es fühlte sich so an,
als wäre ich nie weg gewesen.
Und ich werde auch nicht mehr verschwinden,
oder meinen Kopf in den Sand stecken,
da ich weiss, wenn was ist,
kann ich mich immer melden.

Und das gibt mir ein gutes Gefühl,
es ist diese Sicherheit,
die ich zu lange einfach ignoriert habe.
Damit ist aber jetzt Schluß,
so ist am besten für mich,
und auch für alle, die mich kennen,
und sogar noch ein wenig mögen,
trotz meiner in der Vergangenheit
manchmal seltsamen Verhaltensweise.

Danke für alles!