Es war heute gegen kurz vor acht,
eigentlich wollte ich nur schnell zum Supermarkt,
meinem knurrenden Magen Abhilfe verschaffen.
Doch kaum losgefahren, entschied sich mein Kopf beinahe ohne meine Mithilfe dazu,
in eine andere Richtung zu fahren, eine Richtung,
die ich schon sehr lange meide wie der Teufel das Weihwasser.
Und mit jedem Kilometer, den ich mich der „alten Welt“ näherte,
wurde ich unruhiger, besorgter über das,
was mich erwarten, was mir im schlimmsten Fall blühen könnte.

Was, wenn sie erfährt, dass ich in ihrer Stadt war?

Was, wenn wir uns zufällig über den Weg laufen würden?

Und was, wenn ich dann noch immer diese kalte Leere in ihren Augen sehen müsste?

Eigentlich schon zu viele Fragen für einen einfachen Besuch,
der Ort, wo ich die glücklichsten, aber auch die dunkelsten Stunden
meines kleinen Seins hier unten durchleben musste.
Wenn man etwas wunderbares erleben darf,
wenn da plötzlich jemand ist, mit dem man nicht gerechnet hat,
einfach so, ein kleiner Moment, eigentlich verschwindend,
und doch für mich bisher bedeutsamste in meinem Leben.
Man möchte am liebsten alle abgedroschenen Phrasen der Welt verwenden,
obwohl ich von einer Umarmung dieser absehe,
dafür läuft auf unserem Planeten zu viel schief,
aber das ist hier nicht das Thema,
vielleicht in einem meiner kommenden Beiträge.
Ach ja, das Thema, ich versuche mal,
es in einigen wenigen Worten zu umschreiben.

Liebe finden, „entliebt“ werden, Wut sähen, Hass ernten,
abgleiten in absurde Abgründe.

Ich möchte nicht die ganze Geschichte in diesen einen Beitrag stopfen,
sondern Euch vielleicht ein klein wenig neugierig machen,
hier auch künftig meine kleinen Geschichten über das Leben zu lesen.

Als ich jedenfalls heute in meiner alten Stadt war,
haben mich viele Kleinigkeiten an den ersten Teil meines Themas
für die kommenden Beiträge erinnert,
Liebe finden.

Vor mehr als 5 Jahren war es nämlich so,
als hätte mich ein Blitz getroffen,
selbstverständlich im positiven Sinn.
Nur eben schnell draußen eine rauchen,
und keine zehn Meter von einem entfernt
erblickt man plötzlich ein Gesicht,
die Augen treffen sich, und da wusste ich es, sie oder keine.
Während meiner Jugend hatte ich mich oft
mit dem Begriff „Liebe auf den ersten Blick“ beschäftigt,
aber nie so wirklich daran geglaubt.

Bis zu diesem besagten Tag im Sommer!

Daher nun eine kurze Erklärung zu meiner Definition von Traumfrau.
Sinnlich, ein wenig geheimnisvoll, gebildet, halt die, oder keine.
Und ohne zu wissen, in wen ich mich da gerade verliebt hatte,
stellte sich im Laufe unserer gemeinsamen Zeit heraus,
dass all diese Attribute genau auf diese Frau zutrafen.
Ich nutzte jede Gelegenheit, mit ihr zu sprechen,
in unseren kleinen Pausen, wenn wir gemeinsam draußen
vor unseren kleinen Läden standen,
in einer kleinen Gasse, in einer kleinen Stadt.
Nach wenigen schon Augenblicken merkte ich,
dass die Gefühle von ihr erwidert wurden.
Ab dem Zeitpunkt war es mir klar, alles oder nichts,
mein Instinkt sagte mir, dass ich es einfach schaffen musste,
das Herz dieser wundervollen Frau zu erobern,
was mir einige Wochen nach unserer ersten Begegnung auch gelang.
Leicht war es jedoch nicht, unsere Liebe musste heimlich sein,
sie hatte einen kleinen Sohn, und wohnte noch mit ihrem Mann unter einem Dach,
obwohl sie sich eigentlich schon von ihm getrennt hatte.
Ab und an hatte ich auch Bedenken, ob es richtig war, was ich hier gerade machte,
aber der sanfte Zauber dieser Liebe und das heimliche Knutschen
machten es mir leichter, meine Bedenken dann doch außer Acht zu lassen.
Es dauerte schließlich ein Jahr, bis wir zum ersten Mal in meiner Wohnung landeten,
und auch intim wurden.
Als ich eingeschlafen war, wollte sie sich heimlich aus meiner Wohnung schleichen,
ging aber nicht, da man meine Türe nur mit dem Schlüssel von außen schließen konnte,
um den Lärm des einfachen Zuknallens um drei Uhr in der früh zu vermeiden.
Also musste sie mich wohl oder übel wecken,
dann ging sie, und ich schloss die Tür.

All dies war im Sommer 2006, August,
es war warm, es war Sommer, und es fühlte sich richtig an,
so richtig, wie ich noch nie zuvor etwas empfunden hatte.

Wie geht es weiter, wächst etwas Gemeinsames,
was wird der Winter bringen?

Bleibt neugierig, bald mehr von dieser Geschichte!

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Nacht, Du stiller Freund

24. Oktober 2010

Es ist noch früh, in dieser, meiner Nacht!
Im Hintergrund läuft der Fernseher,
und soeben musste ich mit Verwunderung feststellen,
dass inzwischen auch auf Arte Sendungen
durch Werbepartner nachts um kurz vor 1 präsentiert werden.
Mehr „Rechte“ für die öffentlich „rechtlichen“?
Nun denn, „amused“ darüber bin ich nicht,
aber was soll es, schließlich nur eine Randgeschichte zu dem,
worüber ich in dieser Nacht eigentlich sprechen möchte.

Aber bevor ich beginne, werde ich mich erst mal
in die stürmische Balkonnacht begeben,
um für wenige mehr oder minder wertvolle Zeit
einer schon viel zu lange gepflegten Gewohnheit
des Nikotinkonsums zu frönen.
Schmeckt nicht, beruhigt nicht, tötet leise und langsam,
und doch egal, wenn nicht die Kippen,
dann eben irgendwann der Brückenpfeiler,
oder besser doch nicht?

Fragen für nach der Nikotinbefriedigung meines Hirns!

Ok, keine sonderlich smarte Idee,
im Angesicht des da Draußen tobenden Herbststurmes
unbedingt rauchen zu müssen,
nach der Hälfte hatte ich schon die Nase voll,
Zigarette aus, wieder rein ins „Warme“,
denn, wirklich warm ist es nicht, nur ein Heizkörper
gibt bedingt Wärme ab, der provisorische Heizlüfter
aus dem Baumarkt tut nun sein Übriges,
um mit konstantem Rauschen eine erträgliche Raumtemperatur zu erreichen.
Der Fernseher ist inzwischen auch aus,
wenn ich dann mal was hier schreibe
können sogar Phoenix oder ZDFneo ein klein wenig störend sein.

iTunes errette mich!

In meinen Top 25 stehen Lounge Streams an erster Stelle,
sanfte Töne klingen nun beruhigend aus den beiden Lautsprechern
neben einem meiner liebsten Elektrogeräte,
einem 24″ iMac von vor 2 Jahren.
Und im Gegensatz zum Rest meines Lebens in diesen letzten 24 Monaten
hat mich diese Perfektion aus Alu und Glas noch nie enttäuscht.

Ich merke, wie eine wohlige Ruhe meinen Körper durchströmt,
die Nacht von Samstag auf Sonntag,
wohl seit ewiger Zeit der Punkt in meiner Woche,
an dem ich mich sicher und behütet fühle.
Ich lehne mich in meinem unglaublich gemütlichen Chefsessel zurück,
den habe ich mir damals aus Kanada mitgebracht.

Ja, Kanada!

Dort habe ich drei Jahre gelebt und gearbeitet,
und ich blicke leider noch immer viel zu oft
mit einem weinenden Auge auf diese Zeit zurück,
obwohl damals die schönen Momente bei Weitem überwogen haben.
Keine Sorgen, unglaubliche Freunde,
und daraus sind so viele Ereignisse entstanden,
und vielleicht und gerade auch deswegen ist da diese Sehnsucht
an das, was vergangen ist und so nie wieder sein wird,
wie es einst war, wie es schön war, wie es nahezu perfekt war.

Oh ha, ich schweife gerade übel ab,
das soll hier ja nicht „the story of my life“ werden,
zumindest noch nicht, und wenn überhaupt,
dann nicht hier, sondern in gebundener Form 😉

Bevor ich fortfahre, wird sich der Nikotinsüchtling
noch ein weiteres Mal in die orkanartige Nacht begeben,
obwohl, auch egal jetzt, Balkontüre auf, Durchzug,
Ascher auf den Tisch, heute ist Premiere,
und morgen wird dann gründlich gelüftet.
Ob ich noch ein Glas Wein trinken werde?
Natürlich, es ist Wochenende,
und die unglaublich milde Säure
des weissen Burgunders kann überzeugen,
allerdings bin ich mir noch nicht ganz darüber im Klaren,
ob ich als Betthupferl auch noch den Roten aufmachen werde.
Kommt halt ganz darauf an, wie lange dieser inzwischen
bereits endlos erscheinende Beitrag noch werden wird.

Nacht, Du stiller Freund.

Die Liebe zu dieser „Tages“zeit habe ich von meiner Mutter,
eine bewundernswerte Frau mit einer unglaublichen Allgemeinbildung,
und genau diesen Genen habe ich sehr viel zu verdanken,
aber auf der anderen Seite schon viel Leid in meinem Leben erfahren.

Die Loungeklänge werden so allmählich jazzlastig.

Und genau diese Tatsache passt nicht zu meiner Grundstimmung,
ein schwermütiger Blues wäre mir jetzt lieber, Senderwechsel!
Oder doch nicht, nein, dann doch besser zu den Alben,
und schnell ist die Entscheidung gefallen,
beseelt durch den Wein fällt die Entscheidung für Rosenstolz leicht,
was man auch immer von dieser Band halten mag,
sie hat mir in den letzten Jahren „geholfen“,
mich traurig zu fühlen, mich besser zu fühlen,
mir einfach irgendwie einen Halt gegeben,
sei dieser nun positiv oder negativ gewesen.
Und genau in dieser Nacht,
in dieser stürmischen Dunkelheit meines Seins,
spendet sie ein klein wenig Trost,
gibt mir das Gefühl und die Hoffnung,
vielleicht mal wieder ein klein wenig traumlose Ruhe erfahren zu dürfen.

Jedenfalls male ich mir meine kleine Welt hier unten
anscheinend leider viel zu häufig schwärzer,
als sie eigentlich ist, vielleicht ist sie aber auch inzwischen genau so dunkel,
wie ich es just in diesem kleinen, leisen Augenblick empfinde.
Es ist nun 2 Jahre her, als ich die wohl wertvollsten
zwei Menschen in meinem Leben verloren habe,
die Schuld habe ich oft bei mir gesucht, und auch gefunden,
doch für die Messer, die bis heute in meinem Herzen stecken,
bin ich nicht verantwortlich, aber ich trage eine große Schuld,
da ich einfach zu viel wissen wollte,
hätte, wäre, wenn, vermutlich wäre es ohne diese Erlebnisse leichter,
einfacher zu ertragen, vielleicht wird es mir irgendwann besser gehen,
wenn ich mein Kopfkino endlich geklärt und im Griff habe.

Ob ich aufgebe? Gute Frage, wichtige Frage, MEINE Frage!

Nur ein Anruf

21. Juli 2009

Warum habe ich Idiot das gemacht?

Ich habe angerufen, bei Ihr,
wollte nur eben ihre Stimme hören,
fragen, wie es ihr geht.
Und obwohl sie meine Nummer gesehen hat,
ist sie ans Telefon gegangen,
das Gespräch war sehr kurz,
nur eine kalte Stimme,
die mir nicht ein mal mehr sagen wollte,
wie es ihr geht, was sie so macht.

„Ich beende jetzt dieses Gespräch.“

Und jetzt wünsche ich mir,
dass ich niemals bei ihr angerufen hätte,
ich verstehe auch nicht mehr,
warum ich das überhaupt noch mache.
Es tut mir doch nur weh,
wenn ich versuche,
wenigstens kläglich wieder
den Kontakt herzustellen,
wenn ich versuche,
auch nur den Hauch einer Chance zu bekommen.

Manchmal wünsche ich mir,
dass sie ihre Nummern ändern würde,
so dass ich überhaupt nicht mehr die Möglichkeit hätte,
sie anzurufen oder ihr eine SMS zu schreiben.
Aber das kann ich wohl vergessen,
warum sollte sie auch,
schliesslich wäre ich derjenige,
welcher endlich damit aufhören sollte,
an sie zu denken.

Warum tut es nur so verdammt weh?

Diagnose: Liebeskummer

20. Juli 2009

Es hat mich aufgewühlt, aber es war gut so.

Ich weiss es ja nun schon seit Monaten selber,
aber heute war ein Tag,
an dem mir alles noch ein mal deutlich wurde,
oder besser, deutlich gemacht wurde.
Ich habe Liebeskummer,
und zwar nicht irgendeinen Liebeskummer,
nein, ich habe ganz schlimmen Liebeskummer.
Und der hat mich schon sehr lange
viel zu deutlich im Griff,
ohne dass ich ein Mittel gefunden hätte,
mich erfolgreich dagegen zu wehren.
Klar war Weglaufen eine Art Lösung,
die gewohnte Umgebung meiden,
in der bis heute alles
mehr als schmerzlich und fremd erscheint.
Egal wo, bloss nicht zu Hause,
das war meine Devise,
eine Flucht vor dem Unausweichlichen,
vor der bitter seltsamen Realität.

Wenn ich meinen Schmerz in Worte fassen müsste,
so könnte ich wohl ein Buch damit füllen,
vielleicht würde es noch für einen Nachfolger reichen,
so vieles ist geschehen, und das über lange Zeit.
Die Zeiten des Unglücks in dieser Beziehung überwiegen,
natürlich denke ich auch an die schöne Zeit,
aber ich nehme sie nicht so bewusst wahr,
wie es noch tat, als alles in Ordnung war,
oder zumindest so schien.

Ich könnte schreien, heulen und toben zur gleichen Zeit,
so weh tut dieser ganze Scheiß,
und am schlimmsten ist die Tatsache,
dass ich genau all diese Dummheiten gemacht habe,
die man vermeiden sollte
wie der Teufel das Weihwasser,
wenn man verlassen worden ist.
Zerstörung, Manipulation, Lügen,
es waren die absoluten Todsünden,
und deshalb kann ich sehr gut verstehen,
warum sie mich nicht einmal mehr hassen kann,
die zu begreifen habe ich jedoch noch lange nicht akzeptiert,
da ich mir tatsächlich so etwas wie Hoffnung erträume,
auf eine kleine Chance,
sie wieder in meine Arme nehmen zu können.

Ich weiss, total hirnrissig!

Noch sind die Momente, in denen es weht tut,
unendlich stark, treffen mich voll in den Magen,
wie ein Fahrstuhl, der ohne Notbremsung
in die unendliche Tiefe rast.
Und ich möchte mich ja gerne dagegen wehren,
nur hab ich noch keine Idee,
wie ich das in naher Zukunft anstellen soll.
Und ich kann diese Momente nicht kontrollieren,
sie kommen aus dem Nichts,
so, als würde man bestraft,
ohne zu wissen, warum.

Und dann diese elende Grübelei,
was, wäre, hätte, wenn.
Und wenn ich mit diesem fiesen Gefühl
alle Fälle durch habe,
dann geht es sofort wieder von vorne los,
ich hasse diese nie enden wollenden Achterbahnfahrten,
aber ich kann diesen dämlichen Zug nicht stoppen.

Und so werde ich auch heute Nacht
wieder lange wach liegen,
werde all das wieder und wieder
durchmachen müssen,
irgendwann schlafe ich dann ein,
und dann kommen die Träume,
die mir den Atem rauben,
mich schweiss nass erwachen lassen.

Mehr zu diesen Träumen dann Morgen,
jetzt werde ich mich noch irgendwie ablenken,
hoffentlich werde ich müde.

Gute Nacht, Welt!

Verlorene Welt

19. Juli 2009

Ich finde keine Ruhe.

Es ist so, als hätte ich all meine Kraft verloren,
keinen Mut mehr, ohne Zuversicht.
Egal, was ich Moment mache,
oder was ich in den letzten Wochen gemacht habe,
es geht einfach nicht weg, es ist da,
so präsent mit einer Macht,
die erschlagender nicht sein könnte.
Ich wünsche mir im Moment nur,
mein Herz für ein paar Stunden am Tag abstellen zu können,
damit ich nicht mehr fühlen, nicht mehr denken muss.

Aber es gibt wohl doch Hoffnung,
da ich nun den endgültigen Tiefpunkt erreicht habe,
schlimmer kann es ja eigentlich nicht mehr werden,
und wenn doch noch eine Steigerung möglich ist,
dann möchte ich erst gar nicht wissen,
was als nächstes passiert oder schief läuft.

Es ist so, als hätte man verlernt zu lachen,
sich über etwas zu freuen,
an schöne Dinge zu denken.
Und das ich mein ganzes Leid von einer Sache abhängig mache,
lässt es so unfassbar schmerzlich wirken,
dass es mir den nötigen Atem raubt,
jede verfluchte Sekunde aufs Neue,
immer heftiger und gewaltiger,
mit jedem neuen Augenblick,
in dem ich Versuche,
nicht aufzugeben.

Ich scheine vergessen zu haben,
was es bedeutet, zu kämpfen,
den Kopf aus dem Sand zu ziehen,
um an einen neuen Morgen zu glauben.
Ich spüre, dass ich noch lebe,
aber fühlt sich so leise an,
so weit weg,
dass ich das, was ich einst mein Leben nannte,
mit Händen nicht mehr fassen kann.

Wenn man alle schlechten Gefühlszustände
zusammenfassen würde,
so erlebe ich alle, ständig, immer,
in jeder Millisekunde stärker,
wie heisse Nadeln,
die man mir in den Körper steckt.
Es brennt einfach nur,
es soll mich nicht verletzten,
aber ich habe keine andere Chance.

Wenn ich an ein Morgen denke,
dann sehe ich nur verschwommen,
wie es werden könnte.
Perspektiven sind es jedenfalls nicht,
der Tunnel meines persönlichen Chaos
scheint schier endlos zu sein.

Es ist zu viel geschehen,
viel zu viel,
sonderliche Illusionen mache ich mir nicht mehr,
dass es bald wieder besser sein wird,
oder zumindest erträglicher.
Ich gebe mich diesen Momenten hin,
schutzlos im Moment,
es geht nicht anders,
und mein sehnlichster Wunsch ist der,
Linderung zu finden,
vielleicht sogar ein Lächeln.

Noch schlägt meine Uhr, aber nur noch sehr langsam.

Die letzten Strahlen

11. Juli 2009

Sie fallen durch mein Fenster.

Der Tag mit letzter Kraft,
sein Licht, die Boten der Wärme.
Sie treffen auf meine Haut,
es fühlt sich seltsam an,
fremd, es tut gut,
doch es hilft nicht.
Es sind die Gedanken,
daran, wo Du bist,
oder auch gerade nicht bist,
mein Herz.

Ich beginne, die Helligkeit zu hassen,
sie wird zu meinem größten Feind,
spielt mir etwas vor, nennt sich Leben.
Was denn nun noch alles,
reicht es nicht langsam?
Der Gesang der Vögel klingt fremd,
das Geschrei vor der nahenden Katze vertraut.
Es ist diese Angst,
das Gefühl, was unbeschreiblicher nicht sein könnte.
Ich drohe, zu gehen,
ohne Morgen, ohne den Tag.

Ohne mich!

Sonntags halt :/

5. Juli 2009

So langsam nervt es!

Immer wieder falle ich Sonntags
in ein ziemlich tiefes Loch,
und ich habe bis heute
keine plausible Erklärung,
warum das so ist,
warum das so hart ist,
und warum das nicht endlich aufhört.

Viele Tage und Nächte sind seit damals vergangen,
ich habe versucht, zu leben,
oder zumindest allen etwas vorzuspielen,
dass man Leben im Allgemeinen nennt.
Und auch ab nächster Woche heisst es wieder:

Showtime!

Gearde Sonntags mache ich mir Gedanken,
über das, was noch kommen wird,
wie es werden mag,
ob wohl noch eine Katastrophe folgen wird.
Zuversicht und Lebensmut sehen anders aus,
das gebe ich ja auch offen zu,
ich muss da schleunigst was ändern,
so wie es ist und war muss ein baldiges Ende finden.

Mehr nachher,
jetzt erst mal was essen,
immerhin funktioniert das wenigstens wieder.