Fehler der Vergangenheit

25. April 2014

Freitag, 7 Minuten vor dem unausweichlichen Wochenende.

Sonst kenne ich das ja nicht, aber als mich heute früh mein Telefon weckte,
hätte ich es relativ gerne mit ein einer gewissen Begeisterung an die Wand gehämmert.
Ging aber nicht, da mich der Gedanke „Mehrkornbrötchen“ nicht mehr loslassen wollte!
Also raus aus der Kiste, obligatorisches Pflegeprogramm im Bad,
und dann zügig los, da ja in unserer Zentrale mal wieder Frühstücks-Freitag war.
Und diesmal habe ich mich zurückgehalten, Brötchen, Ei, Fruchtzwerg, Kaffee, reicht!

Kurz nach halb zehn, warum auch immer den Blick zur Türe gerichtet…………

Sie!

Irgendwann traten die Fluten in Japan nach dem Tsunami über die Ufer,
und es war, so wie heute, ein Freitag mit Frühstück,
verpassen wollte ich damals nichts, mit meinem MacBook auf dem Sofa,
und plötzlich ein kleiner Engel in meiner Nähe, der mit mir
wie gebannt auf mein Display starrte, um die neuesten Entwicklungen zu verfolgen.

Tag 1 war also geschehen.

Viele weitere strichen ins Land, und mit jedem wurde es intensiver,
schöner, anders, neu, ungewohnt, und leider auch befremdlich.
Im Kopf mag ich jung sein, der verspielte Bengel,
der für seinen kleinen Hightech-Tempel „sein Leben“ (???) (NEIN!) geben würde.
Aber auf der anderen Seite war ich damals schon gnadenlos einsam,
verletzt und enttäuscht, und bis heute verstecke ich mich hinter dieser Mauer aus Selbstmitleid,
sei es als eine Art Alibi, oder einfach nur aus Gründen des Selbstschutzes zu verstehen.
Es ging jedenfalls damals nicht, was jedoch keineswegs nur an mir lag,
aber dazu eventuell später mehr.

Mehr Gedanken dazu werden morgen folgen,
heute Nacht nur noch Musik,
die mit nichten hilfreich sein wird!

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Herbstgedanken

28. Oktober 2013

Ein Leben, ein seltsames Konstrukt wie aus Spinnweben,
es klammerte sich intwischen zu fest an seine traurige Seele,
eine unsichtbare Macht, von unendlich großer Kraft,
die ihn bald umgeben würde, eine seltsame Stille,
und doch so vertraut wie das Lachen der Großmutter.

Ruhige Klänge umgaben ihn, William Fitzsimmons,
ein leiser Klang, der nur noch mit Mühe sein Herz erreichte,
zu tief wirkten in dieser Nacht all die Jahre,
die Sonne in nahezu unendlichen Schatten verwandelt hatten.

War dies nun seine Nacht, sollte es unausweichlich erscheinen,
die Zeit vermochte es nicht mehr, neue Kraft zu geben,
ein Gedankensturm aus tausend Farben, die zu einem fahlen Grau verblassten?
Vermochte er es, seinem Dasein zu entrinnen,
versunken in einer fatalen Mischung aus Selbstmitleid und Schmerz?

Die Schatten der Nacht zogen seine Kreise um ihn,
ruhelos, es fiel ihm schwer, zu atmen,
zu glauben an dieses letzte bisschen Hoffnung,
die zaghafte Gewissheit, nicht vergebens dieses Irgendwas
hier unten verbracht zu haben, obwohl er nicht mehr an ein Oben glaubte.

Und dennoch, da war was, dieses Sandkorn unter Milliarden,
etwas, ein letzter Funken Glaube an das,
was er schon lange Leben nannte.

Bleibt neugierig!

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Heute noch

27. Juni 2012

Es waren diese kleinen Augen, die in eine tiefe Leere blickten.
Alles wirkte irgendwie verschwommen, unwirklich,
wie in einem Traum, aus dem man nicht erwachen kann,
kein schöner Traum, viel zu nah an einem unausweichlichen Abgrund.
Seine Gedanken schwankten zwischen viel zu laut,
aber auch Stille umgab ihn, eine Stille, die irgendwie beruhigend war,
und doch so tief und dunkel wie das Loch in seiner Seele.
Die Gedanken huschten hin und her, wie ein Ameisenhaufen,
der zwischen Chaos und Kontrolle irgendwie funktioniert
Und dieses Funktionieren war der Strohhalm,
an den er sich klammerte, mit all seiner letzten Karft,
die alltägliche Aufführung, die Happy-Show.

Er beobachte seine Umgebung, eine dumpfe Wahrnehmung,
es wirkte alles so nah und dann doch unendlich weit weg, so,
als würde man am Ende eines langen Tunnels stehen,
beinahe im Licht, und dann doch mit dem unendlich großen Verlangen,
sich immer wieder umzudrehen, um den Blick zurück in die Dunkelheit zu wenden.

Inzwischen waren seine Augen müde und schwer in Gedanken verloren,
ohne den nötigen Blick nach vorne, eine Zukunft, ein Leben ohne Leere,
in dem nichts mehr so erschien, wie es eigentlich hätte sein sollen.
Langsam kam er zur Ruhe, die Welt wurde etwas leiser,
ein Keim der Hoffnung hatte schon vor langer Zeit Gestalt angenommen,
dieser letzte Funken, für den es sich trotz aller Dinge zu leben lohnte.

Ein Ich, ein Morgen, ein Tag, ein Wunsch.

Kreative Gedanken der Nacht

10. November 2010

Und es ist mal wieder diese kleine Moment,
in dem ich mich so fühle,
als könne ich Bäume aus dem Boden reißen.

Alles fühlt sich leicht an,
warm, behütet, geschützt durch das,
was man sich in den vergangenen Jahren
als Fell aneignen musste.

Und da ist es mehr als schade,
das es so kommen musste!

Aber es wird, neue Ideen sind geboren,
der großartige Blick in meine Zukunft,
die mit Sicherheit so sein wird,
wie ich es mir immer erträumt habe.

Nach Vorne, nicht Zurück!

Seelenschmerz

31. März 2010

Manchmal wünsche ich mir, dass es anders wäre,
eine Zeit ohne Wunden und Schmerz,
der leise Hauch von ein klein wenig Glück.
Nur zaghaft, mit viel Behutsamkeit,
es ist dieses leise Lächeln, nach dem ich mich sehne.
Doch diese Mauern aus tiefer Verzweiflung,
die mich mit all ihrer Macht zu Boden reißen,
scheinen zu einem unüberwindlichen Hindernis zu werden,
so real, so präsent, so atemlos,
gefangen in ihrer lautlosen Stille.
Viel zu oft wirkt es übermächtig,
ein Gefühl der Hilflosigkeit,
gefangen im eigenen Strudel der Gefühle.
In so mancher Mondnacht stehe ich einfach nur dort,
mein Blick in die unendlich wirkende Zeit,
träumend von dem, was ich einst bewunderte,
dieser eine Grund, jeden Tag neu zu erleben.
Viele Tage und Monate sind nun vergangen,
Zeiten, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünsche.
Es ist dieser leise Keim der Hoffnung,
diese letzte Chance, mein Leben neu zu entdecken,
Kraft zu finden für das, was kommen mag.
Ob es ein Bald geben wird, kann ich nicht sagen,
so sehr gefangen im dunklen Hier und Jetzt.
Ein Traum wird bleiben, von dem, was ein Neu bedeuten würde,
ein kleiner Strahl des Lichts, durch die Mauern meiner Dunkelheit.

Zeitheilung

22. März 2010

Leise und vorsichtig schaute er in den Himmel.
Es war dieses Blau, das ihn nicht mehr loslassen konnte,
gefangen in aller Macht dieser Farbe.
Der sanfte Wind kündete von besseren Zeiten,
gebettet in Wonne und Wärme.
Ja, endlich ein kleiner Lichtblick,
nach ewiger Dunkelheit, gefangen im eigenen Sein.
Sanfte Töne streiften seine geschundenen Ohren,
er hatte damals viel gehört, vielleicht sogar zu viel.
Sein Griff zu Papier mit zittriger Hand,
ein erster Schritt zurück, zurück auf die Seite des Lichts.
Nach Jubelieren war ihm nicht, noch nicht,
nur ein zaghaftes Ankommen im Hier und Jetzt.
Genau dort, im Schutz der unendlich scheinenden Dunkelheit der Nacht,
fühlte er sich frei, sicher und behütet von den Wächtern,
die mit viel Vorsicht seine Gedanken zur Ruhe trugen.
Gefühle der nahenden Müdigkeit,
kleine Sprünge von milder Freude und zaghafter Zufriedenheit,
dies waren seine Begleiter, jetzt im Hier, nicht damals.
Und doch, so sehr es auch zu verleugnen vermochte,
da waren sie immer noch, Gedanken an eine längst vergangene Zeit,
ein Zeit voller kleiner Wunder und Glückseligkeit.
Innige Momente ohne große Worte,
eine Berührung, ein Blick, eine Liebe.
Viele Wunden mussten seit dem verheilen,
manche schnell, andere nicht bis heute,
doch es lohnt sich wieder, zu leben,
für diesen kleinen Moment, diesen Tag, dieses Heute.

Im Hier und Jetzt 2010

3. Januar 2010

Es hat einige Tage gedauert, bis ich im neuen Jahr angekommen bin.

Nach meinen 5 Retrospektiven wage ich nun einen Blick in die Gegenwart,
über die Zukunft möchte ich mir noch keine Gedanken machen,
erst mal ankommen im Hier und Jetzt.

2009 kann ich jedenfalls getrost vergessen,
wie Ihr aus meinen letzten Beiträgen entnehmen könnt.
Nun sitze ich hier, die Dämmerung kündet von der nahen Nacht,
die mir Ruhe und Gedankenlosigkeit bescheren soll,
mal sehen, ob dies heute auch wieder funktioniert.
Hier, in Sicherheit, kann ich so langsam verstehen,
wie es war, wie alles war, und wie es am besten nie wieder sein soll.
Mit dem nötigen Abstand schaffe ich es,
wieder ein wenig Ordnung in meine Gedanken zu bringen,
um langsam aber sicher meine alte, gewohnte Ordnung zu finden.
Leicht ist es nicht, ich muss mich anstrengen,
beinahe schon zwingen, normal funktionierende Gedanken zu fassen.
Früher war das alles kein Thema, doch seit mein Leben aus den Fugen geraten ist,
ist es ein Kampf, jeden Tag aufs Neue.
Und ich bin bereit, diesen Kampf aufzunehmen,
mich den Dingen zu stellen, die mich so lange belastet haben,
die mein Leben zu einer Qual werden liessen.
Das es nicht einfach wird, ist mir klar,
zu tief sind die Wunden meiner Vergangenheit,
zu schwer wiegt die Last, die ich auf meinen Schultern trage.
Aber so wie im letzten Jahr kann und darf es nicht weitergehen,
Verzweiflung und Selbstzerstörung waren meine täglichen Begleiter,
sie hielten mich davon ab, ein wenig Zufriedenheit oder Glück zu leben.
Inzwischen bin ich hoffentlich stark genug, mich meiner Vergangenheit zu stellen,
und all das zu ändern, was drohte, mich endgültig zu zerstören.
Viele Gespräche werden noch folgen müssen,
Illusionen, dass es einfach wird, mache ich mir nicht,
es wird ein steiniger Weg, es bleibt mir keine andere Wahl,
als diesen bis zum Ende zu gehen,
bis ich endlich wieder zu dem gefunden habe,
was ich einst war, wie ich eigentlich bin.