Hektische Lichttänze

2. September 2009

Es ist Abend, langsam schleicht wieder diese Stille durch meine Fenster.

Sie kündet von der Nacht, von Ruhe und Frieden.
Im Lounge Radio Bert Kämpfert mit „Danke schön“,
erinnert mich an die Plattensammlung meiner Eltern.
Ein Schneider ist durch mein Fenster gekommen,
fliegt ruhelos ums Licht neben meinem Rechner,
und plötzlich ein neues Lied,
Mambayaga Project mit „Joy Of A Stick“,
es passt zu den Flügelschlägen.
Jetzt hat er seinen Platz für die Nacht gefunden,
an der Decke, er mag wohl müde sein.
So, wie ich, versunken in Gedanken
an meine nahe Zukunft,
vermutlich steht eine Reise an,
nicht weit weg, aber weit genug,
um wieder die nötige Luft zum Atmen zu finden.
Morgen werde ich mich an die Planung machen,
alles weitere dann hier.

Gute Nacht, Ihr Lieben,
schöne Träume!

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In meinen Träumen

17. August 2009

Nachts ist es hart, aber tagsüber schön.

Meine Träume sind dann hell, freundlich,
es sind meine Begleiter am Tag,
die mich daran erinnern,
wie schön mein Leben hier unten eigentlich ist.
Mit jedem neuen Atemzug spüre ich,
wie wieder entdecktes Leben durch meine Adern strömt,
es fühlt sich warm an, so vertraut.
Und meinen Kopf trage ich inzwischen wieder oben,
genau dort, wo er hingehört!
Denn es hat sich nun endgültig lange genug seltsam angefühlt,
sich im Sand zu vergraben,
sich zu verstecken vor dem, was unausweichlich ist.
Meine persönliche Sonne war versunken,
und drohte, nie wieder auf zu gehen,
für immer in der schwarzen See meiner Gefühle verschwunden.

Draußen, vor meinem Fenster,
sammeln sich die Krähen,
um zu ihren Schlafplätzen aufzubrechen.
Sie singen ihr seltsames Lied,
es klingt nach Herbst,
und seinen Stürmen.
Bald werden sie, wie an jedem Abend,
aufbrechen, und eine seltsame Stille hinterlassen.
Ein Schwarm schwarzer Vögel,
der die nötige Ruhe suchen wird,
vor dem hektischen Tag, eine Flucht,
immer wieder neu, und doch so vertraut.

Auch die Musik wird gerade dramatisch,
sehr ruhig, aber bedrohlich,
es klingt nach Orient und ein wenig Mystik.
Trommeln und Geigen verkünden die nahende Nacht,
versunken in schreiender Stille.
Wie ein Heer aus müden Kriegern,
die es leid sind, eine weitere Schlacht zu schlagen.
Und auch so, wie die Krähen,
auf ihrer ruhelosen Suche,
bald verschwunden im Schwarz der Nacht.

Endlos, dunkel, Schattenreich.

Es war dunkel draußen, und es war warm.
Durch die offenen Fenster drang eine seltsame Stille,
so, als wäre es die Ruhe vor dem nahenden Sturm,
der am Horizont schon zu sehen war.
Ich sah den Fernseher nur noch verschwommen,
die Bilder des amerikanischen Newschannels
waren eh immer die gleichen,
Berichte vom Krieg, oder das Elend der dritten Welt.
Das Programm war mir vollkommen egal,
Hauptsache überhaupt irgendeine Unterhaltung.
Meine Gedanken waren eh nicht bei der Sache,
so gerne ich mich auch konzentriert hätte,
es ging einfach nicht,
als ob eine Mauer in meinem Kopf
jeden freien Gedanken verhindern würde.
Und auch wieder der Griff neben mein Sofa,
so, wie es nicht anders kannte,
Seelentröster und Schlafmittel in einer Flasche,
nur noch ein wenig, dann war ich bereit,
die Nacht zu beenden, mein Bett zu suchen.
Müde und traurig streifte ich meine Kleider ab,
um in die sichere Höhle zu kriechen,
die mir eine hoffentlich traumlose Erleichterung bringen sollte.
Doch mein Kopf wollte nicht zur Ruhe kommen,
lange lag ich wach, und es tat weh,
alles war schon so weit weg, und dann doch wieder so nah,
als wäre es erst gestern gewesen.
Ich schlief ein, doch da waren sie wieder,
meine Träume in der ruhelosen Nacht.
Von ihr, von Dir, so real,
dass es mir Nacht für Nacht den Atem raubte.
Ich sehe Dich, spüre Deine Haut an meiner,
es ist so vertraut, so wirklich, so schmerzhaft.
Und wenn ich erwache, wirkt es nach,
mit einer so überzeugenden Stärke,
dass ich mich kaum zu wehren vermag.
Einst war die Nacht mein Freund,
mein Beschützer in schlimmen,
in einsamen Stunden.
Doch inzwischen ist alles anders geworden,
meine Träume hinterlassen Spuren für den Tag,
für jeden neuen Morgen.
Ob es sich ändern wird,
ich habe noch keinen wirklichen Plan.
In dieser Welt sterben Kinder,
Weltmächte beginnen, sich aufzulösen,
Regierungen brechen.
Und meine Gedanken versinken auch im Chaos
meiner Gefühle, es schmerzt,
auch nach dieser langen Zeit,
und es ist halt so, wie es ist.
Ob es meinen Leuten nun passt oder nicht,
es dauert halt, vielleicht lange,
vielleicht auch nur noch ein wenig.

Abwarten und hoffen!

Diese Träume

9. Juli 2009

Lange Zeit hatte ich meine Ruhe.

Und ausgerechnet in der letzten Nacht
war es dann mal wieder so weit,
ich habe schlecht geträumt,
und diese Träume haben immer den gleichen Inhalt,
ich sehe Dich, treffe Dich zufällig.

Letzte Nacht fand irgendwie alles in Hamburg statt,
auf einer Party in einer schicken Bar,
ich hatte dort etwas zu erledigen,
und plötzlich kommst Du rein,
trägst ein dunkles Abendkleid und schönen Schmuck,
hast dezentes Makeup aufgelegt.

Dein Weg führte Dich zur Bar,
und ich wollte nicht hinter Dir her,
aber ich konnte mich nicht wehren,
wollte mit Dir reden,
aber Du hast nicht geantwortet,
nur dieser leere Blick in meine Richtung……

Dann wurde ich wach,
es ist immer so verflucht real, so schmerzhaft.
Diese Träume kommen aus dem Nichts,
oder haben sie vielleicht doch einen Grund?
Mir wurde gesagt,
dass man traumatische Ereignisse im Schlaf
und in seinen Träumen verarbeitet,
das würde ich ja auch gerne glauben,
wenn es bloß nicht immer so weh tun würde.

Wie lange wird es denn noch dauern?