Herbstgedanken

28. Oktober 2013

Ein Leben, ein seltsames Konstrukt wie aus Spinnweben,
es klammerte sich intwischen zu fest an seine traurige Seele,
eine unsichtbare Macht, von unendlich großer Kraft,
die ihn bald umgeben würde, eine seltsame Stille,
und doch so vertraut wie das Lachen der Großmutter.

Ruhige Klänge umgaben ihn, William Fitzsimmons,
ein leiser Klang, der nur noch mit Mühe sein Herz erreichte,
zu tief wirkten in dieser Nacht all die Jahre,
die Sonne in nahezu unendlichen Schatten verwandelt hatten.

War dies nun seine Nacht, sollte es unausweichlich erscheinen,
die Zeit vermochte es nicht mehr, neue Kraft zu geben,
ein Gedankensturm aus tausend Farben, die zu einem fahlen Grau verblassten?
Vermochte er es, seinem Dasein zu entrinnen,
versunken in einer fatalen Mischung aus Selbstmitleid und Schmerz?

Die Schatten der Nacht zogen seine Kreise um ihn,
ruhelos, es fiel ihm schwer, zu atmen,
zu glauben an dieses letzte bisschen Hoffnung,
die zaghafte Gewissheit, nicht vergebens dieses Irgendwas
hier unten verbracht zu haben, obwohl er nicht mehr an ein Oben glaubte.

Und dennoch, da war was, dieses Sandkorn unter Milliarden,
etwas, ein letzter Funken Glaube an das,
was er schon lange Leben nannte.

Bleibt neugierig!

DSC_0005

Advertisements

Laut Albert E. ja nicht.

Ein sehr guter Freund von mir glaubt daran,
das es kein Schicksal gibt,
das unser Leben vorherbestimmt ist,
unplanbar, es passiert einfach,
so, als stünde es in einem großen Buch geschrieben,
für jeden Menschen der eigene Roman,
mal tragisch, mal lustig, oder romantisch,
oder halt von alle dem ein wenig.
Wenn ich mein eigenes Buch betrachte,
dann überwiegen die schönen Zeiten,
in denen ich glücklich und zufrieden war,
es waren gute Zeiten, die ich gelebt habe.

Und nun beginne ich damit,
aus den schlechten Erfahrungen meine Lehren zu ziehen,
zu akzeptieren, was man nicht mehr ändern kann,
was passiert ist, was man gesagt und gemacht hat,
als es mir nicht sonderlich gut ging.
Ich habe festgestellt,
dass man langsamer wird,
wenn man sich verkriecht,
und sich seinen Sorgen und Ängsten hingibt,
man verliert den Fokus für Dinge,
die eigentlich wichtig sind,
die einem am Leben halten.

Es gibt diese Rückschläge,
diese tiefen Enttäuschungen,
aber wenn man es nicht zulässt,
für sein eigenes Wohl zu kämpfen,
kann man nicht stark werden,
nicht wachsen an dem,
was einen stärker machen kann.
Wenn man seinen Kopf im Sand stecken lässt,
ist es mehr als natürlich,
dass man beginnt, sich im Kreis zu drehen,
sich seinen dunklen Gedanken hinzugeben.

Noch bin ich hier am Anfang,
und versuche Tag für Tag ein wenig mehr,
aus der Vergangenheit zu lernen,
besonders aus dem Fehler,
nicht nach vorne zu schauen,
und keine Freude zu zulassen.
Falls es Euch da ähnlich ergeht,
oder schon mal ergangen ist,
dann wisst Ihr ja, worüber ich hier schreibe.
Und wenn auch Ihr gerade in einer Krise steckt,
dann kann ich Euch nur raten,
sich nicht zu vergraben.
Ich habe diesen Fehler gemacht,
und musste die Konsequenzen tragen,
sonst wäre ich nicht dort,
wo ich gerade bin.
Auch wenn man ganz unten ankommt,
es geht immer wieder bergauf,
so steht es geschrieben,
in jedem einzelnen Buch der Menschheit.

Schicksal? Nein. Bestimmung? Ja.

Die Beweisaufnahmen hat begonnen.

Auf der einen steht eine Beziehung,
die mir in den letzten 4 Jahren
Höhen und Tiefen beschert hat,
Wenn ich es objektiv betrachte,
dann haben die Tiefen bei weitem überwogen,
es war immer ein Art Kampf,
den ich hatte, um diese Beziehung aufrecht zu erhalten.
Und das hat mich viel Energie gekostet,
die ich an anderer Stelle besser hätte einsetzen können.
Von Tag zu Tag wird mir dies deutlicher,
ich sehe das Bild klarer,
und je mehr Beweise ich finde,
umso leichter fällt es mir,
meinem Verteidiger zu helfen,
die Verhandlung über mein weiteres Leben zu planen.
Wobei ich hier keineswegs über die schönen Dinge
der letzten 4 Jahre schweigen möchte,
aber ich werde mich mit meiner Aussage zurückhalten,
das bekommt mir besser.

Die guten und die schlechten Fakten bald hier.

Sichere Welt

20. Juli 2009

Tag 3 in meiner Zuflucht.

Zum ersten Mal seit einigen Wochen
bin ich relativ unentschlossen über das,
was ich hier schreiben soll.
Und ich versuche gerade heraus zu finden,
woran es liegen könnte.
Gehen mir die Worte aus,
habe ich schon zu oft darüber nachgedacht,
was das Leben im Allgemeinen
noch für mich übrig haben könnte?

Wenn ich mich in meiner kleinen Welt so umschaue,
dann versuche ich, mich an die schönen,
die wertvollen Dinge zu erinnern,
all das, was mir einst
Freude und Zufriedenheit schenken konnte.

Aber es ist dann doch wieder da,
einfach so, mir stockt der Atem,
und ich scheine in einer Sekunde
alles zu vergessen,
woran ich einst geglaubt habe.

Ich muss endlich damit beginnen,
mich zu suchen,
vielleicht muss ich mich ja auch
gänzlich neu erfinden,
ein harter Schnitt,
der komplette Wechsel meines Alltags,
meines Lebens, woanders,
und nicht mehr hier.

Doch in bin in Sicherheit,
finde ein wenig Ruhe,
suche das offene Gespräch,
was mir in den letzten Monaten
von anderer Seite leider
immer verwehrt geblieben ist.
Ich bin klein geworden dadurch,
sehr klein, nur ich schaffe es nicht mehr,
ich kann mich nicht länger verstecken,
es ist nicht einfach,
und es wird nicht leicht werden,
doch es gibt den anderen Weg bald nicht mehr.

Hoffentlich!