Herbstgedanken

28. Oktober 2013

Ein Leben, ein seltsames Konstrukt wie aus Spinnweben,
es klammerte sich intwischen zu fest an seine traurige Seele,
eine unsichtbare Macht, von unendlich großer Kraft,
die ihn bald umgeben würde, eine seltsame Stille,
und doch so vertraut wie das Lachen der Großmutter.

Ruhige Klänge umgaben ihn, William Fitzsimmons,
ein leiser Klang, der nur noch mit Mühe sein Herz erreichte,
zu tief wirkten in dieser Nacht all die Jahre,
die Sonne in nahezu unendlichen Schatten verwandelt hatten.

War dies nun seine Nacht, sollte es unausweichlich erscheinen,
die Zeit vermochte es nicht mehr, neue Kraft zu geben,
ein Gedankensturm aus tausend Farben, die zu einem fahlen Grau verblassten?
Vermochte er es, seinem Dasein zu entrinnen,
versunken in einer fatalen Mischung aus Selbstmitleid und Schmerz?

Die Schatten der Nacht zogen seine Kreise um ihn,
ruhelos, es fiel ihm schwer, zu atmen,
zu glauben an dieses letzte bisschen Hoffnung,
die zaghafte Gewissheit, nicht vergebens dieses Irgendwas
hier unten verbracht zu haben, obwohl er nicht mehr an ein Oben glaubte.

Und dennoch, da war was, dieses Sandkorn unter Milliarden,
etwas, ein letzter Funken Glaube an das,
was er schon lange Leben nannte.

Bleibt neugierig!

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