Es ist Sommer in der großen Stadt.

Man spürt, wie die Menschen unter der Wärme leiden,
jeder den man sieht wirkt auf seine persönliche Weise entnervt,
gestresst, die einen schwitzen mehr, die anderen weniger,
und viele sehnen den erlösenden Regen herbei,
das große Gewitter, auf das hier alle warten.

Die Autos, die langsam und mit geöffneten Fenstern vorbei fahren,
stöhnen auch unter der Hitze, bei denen, die einen Parkplatz suchen,
hört man den Lüfter, der verzweifelt gegen das beinahe kochende Kühlwasser ankämpft.
Andere verstecken sich mit einem entspannten Lächeln
hinter ihren geschlossenen Scheiben
und geniessen die angenehme Luft aus der Klimaanlage.

Hier in der Nähe gibt es ein Freibad,
ab und an sieht man junge Menschen mit nassen Haaren auf Fahrrädern,
die ihre Mittagspause für eine Abkühlung genutzt haben.

Im Cafe an der Ecke bekommt man Frühstück bis 16 Uhr,
2 Brötchen, Schinken, Käse und Konfitüre für 6,30 Euro,
recht teuer, aber ich bin ja in Hamburg.
Heute morgen bin ich mal wieder nicht aus dem Bett gekommen,
habe viel zu lange geschlafen.
Jetzt ist es schon 3, und das deutsche Frühstück tat gut,
der halbe Liter Apfelschorle versorgt mich mit Flüssigkeit,
Bier wäre um diese Uhrzeit wohl etwas übertrieben.
Eine ältere Dame hinter mir hat sich einen Sekt bestellt,
vermutlich für ihren Kreislauf.
Sie sitzt entspannt am Tisch, raucht und liest die Hamburger Morgenpost,
wahrscheinlich die Tagesausgabe.
Ab 22 Uhr am Abend sieht man die ersten Zeitungsverkäufer mit der Nachtausgabe,
die versuchen, diese an den Mann oder an die interessierte Frau zu bringen.
Gestern Abend lief hier auch wieder einer rum, vermutlich aus dem arabischen Raum,
ich habe jedoch auf eine Zeitung verzichtet,
mir war nicht nach lesen
oder überhaupt irgendeiner Information aus der Welt da draussen.

Jedenfalls kann man es hier aushalten,
es ist schattig,
und der warme Wind gaukelt einem Abkühlung auf feuchter Haut vor,
für den Moment sehr angenehm.

Ein bisschen bleibe ich noch hier und geniesse es einfach,
ein klein wenig schöne Leichtigkeit des Seins.

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Die besagte Baustelle

3. Juli 2009

Damit Ihr endlich auch mal wisst,
wovon ich rede,
wenn ich über die Baustelle
neben dem Haus hier in Hamburg berichte.

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Und es wird wohl noch eine Weile dauern,
bis alles fertig ist.

Fassadenkunst

28. Juni 2009

Faces in blue?

Auf meinem Weg durch Hamburg-Eimsbüttel
habe ich heute in einer Seitenstraße
eine beeindruckende Fassadenmalerei entdeckt,
über die Hintergründe der vielen Gesichter
kann ich Euch leider nichts erzählen,
vielleicht wisst Ihr ja mehr,
über Eure Antworten würde ich mich freuen.

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