Nur ein Anruf
21. Juli 2009
Warum habe ich Idiot das gemacht?
Ich habe angerufen, bei Ihr,
wollte nur eben ihre Stimme hören,
fragen, wie es ihr geht.
Und obwohl sie meine Nummer gesehen hat,
ist sie ans Telefon gegangen,
das Gespräch war sehr kurz,
nur eine kalte Stimme,
die mir nicht ein mal mehr sagen wollte,
wie es ihr geht, was sie so macht.
„Ich beende jetzt dieses Gespräch.“
Und jetzt wünsche ich mir,
dass ich niemals bei ihr angerufen hätte,
ich verstehe auch nicht mehr,
warum ich das überhaupt noch mache.
Es tut mir doch nur weh,
wenn ich versuche,
wenigstens kläglich wieder
den Kontakt herzustellen,
wenn ich versuche,
auch nur den Hauch einer Chance zu bekommen.
Manchmal wünsche ich mir,
dass sie ihre Nummern ändern würde,
so dass ich überhaupt nicht mehr die Möglichkeit hätte,
sie anzurufen oder ihr eine SMS zu schreiben.
Aber das kann ich wohl vergessen,
warum sollte sie auch,
schliesslich wäre ich derjenige,
welcher endlich damit aufhören sollte,
an sie zu denken.
Warum tut es nur so verdammt weh?
Verlorene Welt
19. Juli 2009
Ich finde keine Ruhe.
Es ist so, als hätte ich all meine Kraft verloren,
keinen Mut mehr, ohne Zuversicht.
Egal, was ich Moment mache,
oder was ich in den letzten Wochen gemacht habe,
es geht einfach nicht weg, es ist da,
so präsent mit einer Macht,
die erschlagender nicht sein könnte.
Ich wünsche mir im Moment nur,
mein Herz für ein paar Stunden am Tag abstellen zu können,
damit ich nicht mehr fühlen, nicht mehr denken muss.
Aber es gibt wohl doch Hoffnung,
da ich nun den endgültigen Tiefpunkt erreicht habe,
schlimmer kann es ja eigentlich nicht mehr werden,
und wenn doch noch eine Steigerung möglich ist,
dann möchte ich erst gar nicht wissen,
was als nächstes passiert oder schief läuft.
Es ist so, als hätte man verlernt zu lachen,
sich über etwas zu freuen,
an schöne Dinge zu denken.
Und das ich mein ganzes Leid von einer Sache abhängig mache,
lässt es so unfassbar schmerzlich wirken,
dass es mir den nötigen Atem raubt,
jede verfluchte Sekunde aufs Neue,
immer heftiger und gewaltiger,
mit jedem neuen Augenblick,
in dem ich Versuche,
nicht aufzugeben.
Ich scheine vergessen zu haben,
was es bedeutet, zu kämpfen,
den Kopf aus dem Sand zu ziehen,
um an einen neuen Morgen zu glauben.
Ich spüre, dass ich noch lebe,
aber fühlt sich so leise an,
so weit weg,
dass ich das, was ich einst mein Leben nannte,
mit Händen nicht mehr fassen kann.
Wenn man alle schlechten Gefühlszustände
zusammenfassen würde,
so erlebe ich alle, ständig, immer,
in jeder Millisekunde stärker,
wie heisse Nadeln,
die man mir in den Körper steckt.
Es brennt einfach nur,
es soll mich nicht verletzten,
aber ich habe keine andere Chance.
Wenn ich an ein Morgen denke,
dann sehe ich nur verschwommen,
wie es werden könnte.
Perspektiven sind es jedenfalls nicht,
der Tunnel meines persönlichen Chaos
scheint schier endlos zu sein.
Es ist zu viel geschehen,
viel zu viel,
sonderliche Illusionen mache ich mir nicht mehr,
dass es bald wieder besser sein wird,
oder zumindest erträglicher.
Ich gebe mich diesen Momenten hin,
schutzlos im Moment,
es geht nicht anders,
und mein sehnlichster Wunsch ist der,
Linderung zu finden,
vielleicht sogar ein Lächeln.
Noch schlägt meine Uhr, aber nur noch sehr langsam.
Die letzten Strahlen
11. Juli 2009
Sie fallen durch mein Fenster.
Der Tag mit letzter Kraft,
sein Licht, die Boten der Wärme.
Sie treffen auf meine Haut,
es fühlt sich seltsam an,
fremd, es tut gut,
doch es hilft nicht.
Es sind die Gedanken,
daran, wo Du bist,
oder auch gerade nicht bist,
mein Herz.
Ich beginne, die Helligkeit zu hassen,
sie wird zu meinem größten Feind,
spielt mir etwas vor, nennt sich Leben.
Was denn nun noch alles,
reicht es nicht langsam?
Der Gesang der Vögel klingt fremd,
das Geschrei vor der nahenden Katze vertraut.
Es ist diese Angst,
das Gefühl, was unbeschreiblicher nicht sein könnte.
Ich drohe, zu gehen,
ohne Morgen, ohne den Tag.
Ohne mich!
Sonntags halt :/
5. Juli 2009
So langsam nervt es!
Immer wieder falle ich Sonntags
in ein ziemlich tiefes Loch,
und ich habe bis heute
keine plausible Erklärung,
warum das so ist,
warum das so hart ist,
und warum das nicht endlich aufhört.
Viele Tage und Nächte sind seit damals vergangen,
ich habe versucht, zu leben,
oder zumindest allen etwas vorzuspielen,
dass man Leben im Allgemeinen nennt.
Und auch ab nächster Woche heisst es wieder:
Showtime!
Gearde Sonntags mache ich mir Gedanken,
über das, was noch kommen wird,
wie es werden mag,
ob wohl noch eine Katastrophe folgen wird.
Zuversicht und Lebensmut sehen anders aus,
das gebe ich ja auch offen zu,
ich muss da schleunigst was ändern,
so wie es ist und war muss ein baldiges Ende finden.
Mehr nachher,
jetzt erst mal was essen,
immerhin funktioniert das wenigstens wieder.
Zurück nach „Hause“?
5. Juli 2009
Montag oder Dienstag ist es dann so weit.
Ich werde wieder zurück in meine Stadt fahren
und versuchen, mein Leben dort wieder in den Griff zu bekommen.
Habe mich jetzt nämlich lange genug versteckt,
bin weggelaufen, habe alles einfach nur verdrängt.
Dieses erste halbe Jahr 2009 möchte ich am liebsten vergessen,
geht aber nicht, also werde ich mich wohl oder übel
damit auseinandersetzen müssen,
und es gibt ja auch keine andere Lösung,
Verarbeitung und Konfrontation sind der einzig logische Schritt,
um bald wieder ein halbwegs normales Leben führen zu können.
Und dabei haben mir die Eindrücke der vergangenen Wochen geholfen,
Aachen, Luxembourg, Hamburg,
alles Stationen auf einer Reise,
oder besser, einer Flucht vor dem Alltag und seinen Problemen.
Aber auf dieser Reise habe ich schöne Erfahrungen gesammelt,
interessante Menschen getroffen,
und meinen Kopf ein wenig befreien können.
Und das ist auch gut so.
Trotzdem bleibt dieses mulmige Gefühl,
wenn ich an „zu Hause“ denke,
es wird nichts mehr so sein,
wie es einmal war,
wie ich es liebte und geliebt wurde.
Ich bin gespannt.
Harter Schnitt, Neuanfang!
So etwas wie Normalität
2. Juli 2009
Es wird immer wärmer, von Tag zu Tag ein wenig mehr.
Und auch mir geht es besser,
ich spüre die Sonnenstrahlen,
fühle den warmen Wind auf meiner Haut,
bin relativ entspannt und gelöst,
solche Momente sind schön,
aber leider noch immer zu selten.
Vom Spielplatz nebenan hört man fröhlich Kinder lachen und toben,
das monotone Rauschen der Autos klingt wie die Brandung der Wellen,
unaufhörlich, mal laut, und mal auch leiser, undeutlicher.
Die Bauarbeiter sind fertig für heute,
sitzen vor ihrem Gebäude und trinken ein wohl verdientes Bier.
Nach der ganzen Zeit hier
nehme ich die Geräusche kaum noch wahr,
kann sogar einschlafen, auch tagsüber, wenn mir danach ist,
oder es einfach nicht anders geht,
wenn die Gedanken zu stark werden,
das Vergangene mit Macht zurück in mein Sein drängt.
Ich nehme es als Befreiung, es beruhigt ungemein,
wenn ich meine Augen schliesse,
dann schaffe ich es,
für ein paar Stunden an nichts zu denken,
oder an nichts denken zu müssen.
Es scheint so, als würde ich lernen,
jeden Tag ein klein wenig besser
mit meiner Situation umzugehen,
als würde mein Kopf endlich verstehen,
welche Signale er an mein geschundenes Herz senden muss.
Ich vergleiche es gerne mit einem Scherbenhaufen,
der durch einen umbarmherzigen Hammer verursacht wurde.
Die Scherben sind noch klein und rot,
sie schlagen unkontrolliert, sind nicht zu beherrschen,
nur langsam, Schritt für Schritt, Tag um Tag,
formt mein Verstand etwas,
dass wohl vor langer Zeit ein mal mein Herz war.
Doch so, wie ich es von früher her kenne,
wie ich mich kenne, mich erinnere,
wird es wohl nie wieder sein,
nie wieder werden.
Doch es bleibt Hoffnung,
auf was da auch immer kommen möge,
es wird bestimmt spannend,
neu, vielleicht sogar aufregend.
Aufregend genug ist für mich schon jeder neue Tag,
an dem ich wach werde und fühle,
dass es mir nicht gut, aber immerhin besser geht.
Heute, jetzt, nicht gestern.
Halbschlaf
1. Juli 2009
Es ist warm hier, es ist Sommer!
Und die Baustelle neben dem Haus meinte,
mich wecken zu müssen.
Das ist aber auch gut so,
schliesslich kann ich nicht den ganzen Tag im Bett verbringen,
auch wenn ich das manchmal gerne möchte,
einfach nur schlafen, und an nichts denken.
Es fällt mir dann leichter, mit dem,
was alles im letzten halben Jahr passiert ist,
fertig zu werden, nun ist es schon Juli,
viel Zeit ist seit damals vergangen.
An manchen Tagen merke ich das,
an anderen fühlt es sich an,
als wäre es erst ein oder zwei Wochen her,
heute ist wieder einer dieser Tage,
und so langsam beginne ich,
diese Tage nicht mehr zu mögen,
mag nicht mehr in Erinnerungen leben,
fühlen und denken.
Es liegt wohl an gestern,
habe einen Brief verschickt,
vermutlich zum letzten Mal,
ich muss damit aufhören,
nennt man dann wohl Selbstschutz,
schlauer wäre es auf alle Fälle.
Eine Reaktion?
Mal sehen, ein wenig Hoffnung bleibt,
aber Illisuionen mache ich mir keine.
Abwarten!
Liebeskummer
6. Juni 2009
Oha, ein sehr großes Wort!
Es ist wohl mit das Schlimmste,
dass einen Menschen treffen kann.
Und dabei gibt es ihn wohl in tausenden Formen,
klein, groß, schwach, stark,
und manchmal auch übermächtig,
wie in meinem Fall geschehen,
und genau darüber möchte ich Euch berichten.
Es wird vermutlich eine sehr lange Geschichte werden,
eine Geschichte von 4 Jahren,
die ich hier in einigen Beiträgen erzählen werde.
So manch einer mag hier auch ein Stück seiner eigenen Geschichte lesen,
oder zumindest einige Facetten aus seinem Kummer.
Es beginnt im Juni 2005, seit dem nahm alles seinen Lauf,
wurde mal stärker, mal schwächer,
mal war es Liebe, mal Kummer,
und dann wieder die schiere Verzweiflung.
Ich hoffe also, Ihr seid neugierig, es wird nicht leicht für mich,
und auch nicht leicht für Euch.
Juni 2005
In den letzten beiden Jahren beim Bund wollte ich eine Umschulung machen,
und da kam mir ein Bekannter mit einem kleinen Laden in unserer Stadt wie gerufen.
So machte ich als ab dem 1. Juni dort ein Praktikum als Kaufmann im Einzelhandel.
Und genau an diesem ersten Tag stand ich draussen vor dem Laden und rauchte eine.
Vor dem Geschäft gegenüber sah ich plötzlich ein Frau, die ebenfalls eine rauchte,
und was ich da sah, gefiel mir sehr gut, ich bin sofort rein zu meinem Chef und fragte ihn,
wer denn wohl diese Frau aus dem anderen Laden sei. In den kommenden Tagen und Wochen
standen wir dann gemeinsam immer mal wieder draussen, um eine zu rauchen,
wir unterhielten uns viel, und sie wurde mit von Tag zu Tag sympathischer.
Es dauerte dann fast 2 Monate, bis sie mich fragte, ob wir nicht an einem Freitag
nach Feierabend gemeinsam etwas trinken gehen sollen.
Natürlich stimmt ich zu, da ich gerade dabei war, mich in diese Frau zu verlieben.
Und ich wusste auch, dass sie verheiratet war, und einen kleinen Sohn hatte,
ausserdem war sie einige Jahre älter als ich.
Und dann kam dieser besagte Freitag Abend,
wir gingen in eine kleine Kneipe in unmittelbarer Nähe.
Dabei wurden wir dann leider Anfangs noch von einem weiblichen Gast gestört,
die fragte, ob sie sich zu uns setzten könne.
Wir spielten dann zu dritt einige Runde Darts,
und schliesslich waren wir dann endlich alleine unten am Tresen,
und wir hatten schon so einige Biere getrunken,
als sie mich aus heiterem Himmel fragte:
„Was hälst Du eigentlich von einer Affäre mit einer verheirateten Frau?“
Ich war baff, und antwortete nicht, aber wir haben uns dann heimlich
oben in der Kneipe am Kicker getroffen und uns geküsst.
Am Ende des Abends waren wir beide reichlich betrunken,
ich habe sie dann noch zum Taxi gebracht, sie geküsst und verabschiedet.
August 2005 bis August 2006
Und im Laufe dieses Jahres haben wir uns immer mal wieder
mehr oder weniger zufällig getroffen.
Der Laden, in dem sie gearbeitet hatte, war inzwischen dicht gemacht worden,
und sie hatte eine neue Stelle in der Kneipe,
in der wir uns zum ersten Mal geküsst hatten.
Und meine Besuche in dieser Kneipe wurden dann auch immer regelmäßiger,
und da sie meistens Mittwochs Nachmittags arbeiten musste,
war ich auch häufiger da, und habe sie im Laufe des Jahres
auch ab und zu nach Hause gefahren, da ihr Mann das Auto meistens hatte.
Und in dieser ganzen Zeit haben wir uns natürlich geküsst,
aber immer heimlich, denn ihr Mann sollte nichts von ihrer Affäre erfahren,
und das war auch mir recht, alles ziemlich einfach und ohne Probleme.
Und Mitte August 2006, ein Jahr, nachdem wir uns das erste Mal geküsst hatten,
feierte mein Chef vor seinem Laden seinen 30. Geburtstag und musste fegen,
da er noch nicht verheiratet war. Ich war an diesem Abend natürlich auch da,
habe mitgefeiert, und irgendwann gegen 22 Uhr kam sie dann aus der Kneipe,
da sie meinen Chef auch gut kannte, um sich noch ein Bier abzuholen.
Natürlich hatte sie gesehen, dass ich auch dort war.
Und genau an diesem Abend sind wir zum ersten Mal in meiner Wohnung gelandet,
und haben miteinander geschlafen, sie wollte sich dann Nachts davon schleichen,
ohne mich zu wecken, ging aber nicht, da es nahezu unmöglich ist,
meine Wohnungstüre ohne Schlüssel ins Schloss zu ziehen.
Also weckte sie mich, wir küssten uns und dann fuhr sie nach Hause.
Es hat also 1 Jahr gedauert, bis wir zum ersten Mal intim waren.
Nach dieser ersten halben gemeinsamen Nacht hatte sich etwas verändert.
August 2006 bis November 2007
Nachdem dann endlich der Knoten des Intimseins geplatzt war,
sahen wir uns immer häufiger, sie besuchte mich,
oder ich besuchte sie bei der Arbeit in ihrer kleinen Kneipe.
Sie begleitete mich sogar auf meine Weihnachtsfeier in eine Nachbarstadt,
ihrem Mann sagte sie, dass sie eine Freundin besucht.
Wir kamen uns immer näher, und als ich dann im Dezmeber 2006
für die Weihnachtsfeiertage zu meinen Eltern gefahren bin,
schenkte sie mir vorher noch eine CD,
das erste Album von Cicero, und ich wartete nicht bis Weihnachten,
sondern hörte sie schon auf der Fahrt nach Hause.
Silvester haben wir dann getrennt voneinander gefeiert,
war auch nicht schlimm, da wir uns ja eh immer häufiger gesehen haben.
Das Frühjahr nahm seinen Lauf, wir trafen uns bei mir,
immer das gleiche Ritual halt, von Woche zu Woche.
Bis zu dem Tag, als sie eines Abends bei mir war,
wie machten einen DVD Abend, ich hatte Weißwein, und sie Rotwein.
Aber irgendwie war mir an diesem Abend nicht nach Nähe,
doch sie wurde immer anhänglicher, bis es mir schliesslich zu viel wurde,
und ich einen blöden Spruch machte, den sie falsch verstanden hatte.
Jedenfalls machte sie mir eine Szene, fing an zu weinen,
und verliess überstürzt meine Wohnung.
Genau da hätte ich eigentlich etwas merken müssen.
Und dann haben wir uns einige Wochen nicht gesehen,
oder sind uns aus dem Weg gegangen,
und ich hatte sie irgendwie auch schon fast vergessen,
doch nach 4 Wochen öffnete sich die Türe von meinem Laden,
sie kam herein, war unsicher, und fragte, was denn nun mit uns sei.
Als ich sie sah, konnte ich nicht anders,
ich nahm sie in den Arm und wir küssten uns.
Alles war wieder gut zu diesem Zeitpunkt.
Kurz darauf kam sie dann wieder am Laden vorbei,
aber diesmal mit ihrem kleinen Sohn,
so, als sollte es an der Zeit sein, dass er mich kennenlernt.
Und so war es auch, der Kleine und ich mochten uns auf Anhieb.
Ihr Mann oder Ex-Mann, wie man es auch nennen mag,
war zu dieser Zeit im Ausland auf Montage,
und so konnten wir uns recht frei in unserer kleinen Stadt bewegen,
und das war schön, endlich auch mal in die Öffentlichkeit zu gehen.
Als dann der Auszug aus dem gemeinsamen Haus anstand,
habe ich an meinem Geburtstag geholfen,
dieses Haus zu entrümpeln, ihr Bruder hat auch mitgeholfen,
und so habe ich ihn kennengelernt.
Als sie dann eine neue Wohnung gefunden hatte,
habe ich auch dort nur kurz beim Anstreichen einer Wand geholfen,
da der Rest von ihrem Ex und seinen Kollegen gemacht wurde.
Kurz nach Ihrem Einzug in die Wohnung
stellte sie mich auch ihrer Mutter vor,
darauf war ich damals ziemlich stolz,
da sie mich auch von Anfang an mochte.
Ich war inzwischen aus der Bundeswehr ausgeschieden,
machte allerlei Pläne für die Zukunft,
ich hatte es sogar geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören.
Doch je besser es mir ging, desto schlechter schien es bei ihr zu werden,
im November bat sie mich dann um etwas Abstand,
meine Reaktion darauf war jedoch mehr als übertrieben.
November 2007 bis Februar 2008
2 Tage, nachdem sie mich um Abstand gebeten hatte,
habe ich reagiert wie ein beleidigtes Kind,
ich habe einfach per SMS Schluss gemacht.
Mit der Reaktion, dass ich einige Tage Später meine Sachen,
die ich ihr geschenkt hatte, vor der Türe stehen hatte,
meinen Computer und noch einige andere Dinge.
Ich habe dann sehr schnell gemerkt,
wie sehr ich sie vermisse, und habe versucht,
wieder Kontakt mit ihr aufzunehmen,
habe angerufen, bin hingefahren,
das war jedoch leider alles mehr oder minder erfolglos.
In der Vorweihnachtszeit waren wir dann zusammen im Kino,
und sie hat sich an mich gekuschelt während des Films,
danach hat sie mich noch nach Hause begleitet,
und wir haben uns nach langer Zeit mal wieder geküsst,
mehr aber nicht.
Zwei mal habe ich sie dann noch „abgeschleppt“,
als wir uns zufällig in ihrer kleinen Kneipe getroffen haben,
aber als ich dann am nächsten Morgen fragte,
ob wir denn nun wieder zusammen seien,
kam ein klares Nein.
Silvester haben wir dann auch getrennt voneinander gefeiert,
ich mit ein paar Leuten in meiner Wohnung,
und sie nur wenige Meter entfernt in dieser Kneipe.
An diesem Abend ging es mir nicht gut,
ich habe sie sehr vermisst, bin in ein Loch gefallen,
und die Woche nach Silvester habe ich mich nicht mehr aus dem Haus bewegt,
und meine Vorräte an Alkohol vernichtet.
Mir ging es von Tag zu Tag schlechter,
und ich entschloss mich, einen Entzug zu machen.
Das hatte ich ihr auch dann gesagt,
ich merkte auch, dass sie sich irgendwie Sorgen macht,
und nach dem ich dann einige Tage im Krankenhaus verbracht hatte,
und merkte, dass es die falsche Entscheidung war,
kam sie mich tatsächlich Sonntags besuchen.
Ich habe mich dann selbst entlassen,
und sie hat mich mit zurück nach Hause genommen.
Und genau ab diesem Zeitpunkt hatten wir wieder mehr Kontakt,
an einem Wochenende war meine Heizung ausgefallen,
und sie erlaubte mir, bei ihr zu übernachten,
es ist aber nichts passiert, wir wurden nicht intim.
Als sie dann mal wieder nach einer Nacht in dieser Kneipe
bei mir geschlafen hatte,
kam am Tag danach eine SMS von ihr mit den Worten
„Es war schön, bei Dir gewesen zu sein!“
Wenig später habe ich dann zum ersten Mal
wieder richtig bei ihr übernachtet,
und wir haben auch miteinander geschlafen,
einen Tag später schrieb sie mir dann
„Ich bin froh, dass Du bei mir warst und geblieben bist.“
Im Februar ist sie dann mit ihrer besten Freundin
auf ein Cicero Konzert, und danach schrieb sie mir
„War richtig gut, habe Dich irgendwie vermisst“
Tja, und so kam eins zum anderen, und wir uns wieder sehr nahe.
Mehr zum schönsten Sommer den ich je hatte,
dem Sommer 2008, bald!
Eigentlich möchte ich nicht mehr viel dazu sagen,
ich belasse es mal hierbei
und schreibe vielleicht die Geschichte später weiter auf.
Abstand, und nicht mehr daran denken,
warum auch, würde mich nur kaputt machen!
Punkt!