Es riecht wie früher
12. Oktober 2011
Der Sommer ist Geschichte, es ist Herbst.
Meine Fenster sind offen, auch meine Türe zum Balkon,
aus meinen Lautsprechern klingt der traurig schöne
Klang von Rosenstolz, hätte ich wohl besser gelöscht.
Aber das ist heute Abend nicht mehr wichtig,
da mich eine ganz andere Tatsache bewegt.
Es riecht wie früher, da draussen, in meiner Nacht.
Als ich vor einigen Jahren traurig wurde,
dort hinten, in meiner alten Stadt,
wo einst mein größtes Glück zugegen war,
war es, so wie jetzt, Herbst.
Um meiner Traurigkeit zu entfliehen,
habe ich mich am Abend in eine Traumwelt verkrochen,
ein historischer Ort, es gab Rotwein,
es gab Fernet Branca, es gab herzliche Worte,
es waren Menschen, deren Umgebung meine
seelischen Qualen lindern konnten.
Aber warum riecht es wie früher in meiner Nacht?
Dieser besondere Ort hatte eine offene Feuerstelle,
mit dem betörenden Duft trockener Hölzer,
die mit eiem wohligen Knistern den Raum
mit einer beschützenden Wärme durchströmt haben.
Und auch in meiner nahen Wohnung
war dieser Duft allgegenwärtig,
irgendwie schön und zu gleich traurig,
aufbauend und zerstörerisch,
voller Hoffnung und Verzweiflung.
Meine neuen Nachbarn in dieser anderen Stadt
haben einen Holzofen, daher dieser fremde,
nahezu ein wenig grotesker Eindruck an damals.
Es mag wie früher riechen,
aber es ist schon seit langem nicht mehr meine Nacht.
Kleiner Jahresrückblick
31. Dezember 2010
2010 begann eigentlich wie 2009, nämlich im Krankenhaus.
Den Jahreswechsel damals habe ich absichtlich verschlafen,
um kurz nach 23 Uhr die Schlaftablette,
und kurz danach war ich im Reich der traumlosen Ruhe,
von der ganzen sinnfreien Knallerei nichts mehr mitbekommen.
Doch heute Abend ist es anders,
ich sitze daheim vor meinem Rechner,
dort draussen knallt und heult es unaufhörlich,
das stört mich aber nicht weiter,
in einer knappen Stunde ist dann Mitternacht,
und ich habe noch keinen wirklichen Plan,
was ich mit dem neuen Jahr 2011 anstellen soll.
Die schlimmen Gedanken haben mich noch immer fest im Griff,
diese Hilflosigkeit, die Angst vor jedem neuen Tag,
meine ständigen, nahezu erdrückenden Begleitern.
Es wäre wohl am Besten,
wenn ich mich gleich in mein Bett verziehe,
so, wie im vergangenen Jahr an Silvester,
einfach nur schlafen,
mit der leisen Hoffnung, nicht wieder träumen zu müssen.
Und für Euch Andere, Glückliche, einen guten Rutsch!
Ende auf Norderney
8. Dezember 2010
Es war dieses Geräusch der Brandung, das ihn fesselte.
Mit jedem weiteren Schritt in Richtung Meer wurde es klarer, lauter,
nahezu unausweichlich in diesem tosenden Sog versunken.
Der Wind peitschte ihm immer heftiger um die Ohren,
der Rauch der Zigarette vermochte nicht einmal mehr,
seine strapazierten Lungen zu verlassen.
Seine offene Jacke wehte wild im Gegenwind,
seine Augen begannen, sich unfreiwillig mit Tränen zu füllen.
Es schien alles so seltsam fremd, beinahe unwirklich,
in dieser einen, dieser vielleicht letzten Nacht auf seiner Insel,
eine Zuflucht, ein Ort der erhofften Besinnung.
Mit jedem Schritt wurde es klarer, deutlicher,
und seine Gedanken begannen sich, zu überschlagen.
Vieles, vielleicht sogar alles von dem, was in den letzten Jahren passiert war,
hatte zu dem geführt, was wie ein auswegloser Gang nun vor ihm lag.
Es ist dieses letzte bisschen Selbstachtung,
dieser letzte, leise Versuch doch noch etwas richtig zu machen,
der Versuch, sein Leben doch noch neu zu ordnen.
Er spürte den Sand unter seinen Füßen,
es war kalt, und das Wasser der See begann
mit eisiger Gewalt seinen Körper zu tränken.
Die nächtliche Flut zog ihn immer tiefer in ihre Macht,
jeder Schritt wurde zu einer Qual,
in der er seine ganz persönliche Erlösung suchte.
Aus Kälte wurde langsam eine wohlige Wärme,
die ihn verschlingen wollte,
und er wollte es auch, langsam, schleichend.
Nur noch kurz, nur noch ein wenig,
dann war es so weit,
müde und Gedankenlos ergab er sich den Fluten.
Nordstrand
Alleine in Gedanken versunken
5. Dezember 2010
Es war alleine ich, der nach hinten blickte,
für den es kein greifbares Gefühl mehr gab,
in dieser Nacht, von Mondlicht erfüllt,
und doch so dunkel in der Macht ihrer Gedanken.
Es wirkte mit einem Mal,
und auch nach kurzer Überlegung so seltsam fremd,
als wäre die noch vor kurzen Sekunden
in eine unendlich scheinende Ferne verschwommen.
Das sanfte Rauschen der Brandung
verwandelte sich mehr und mehr in Etwas,
das meine geschundenen Ohren zu übermannen drohte,
ein lautvoller Absturz in die Abgründe meiner Seele.
Nach einer kurzen Phase der Besinnung fand ich zu der Erkenntnis
fand ich zu dem, was mich genau jetzt,
in diesem kleinen leisen Moment der scheinbaren Selbstfindung
dazu treiben könnte, ja vielleicht sogar dazu treiben müsste,
endlich mein nahezu jämmerliches Antlitz
aus dem Dreck zu ziehen, zu verstehen,
das der unausweichliche Punkt ohne Wiederkehr erreicht war.
Es ist wie ein Sog, der einen Menschen so sehr nach unten ziehen kann,
dass einem das Leben um einen herum wie eine Farce erscheint,
so unbedeutend, voller fehlen von kleinen,
vielleicht sogar ab und an ein wenig fröhlich stimmenden Nuancen.
Und GENAU dann passiert das,
was man in dieser Verzweiflung am Wenigsten brauchen kann.
Genau dann kommen sie wieder, diese wohl gemeinten Ratschläge,
zu Thema Selbstmitleid, oder dem berühmten „Kopf in den Sand stecken“.
Ihr mir Eurer selbstgefälligen Hilfe zur Selbsthilfe,
ganz ehrlich, das kotzt mich mehr als an,
ich weiß, Ihr meint es nicht böse oder schlecht mit mir,
und dennoch, es kommt leider nicht viel von den Menschen,
die ich einst als Freunde zu wissen glaubte,
oder dies zumindest dachte.
Und natürlich ist es so,
dass die Schuld ganz alleine in meiner persönlichen Misere liegt,
für mein Versagen kann nun wirklich niemand etwas,
Ihr habt mir geholfen, Ihr wart für mich da,
bis zu einem gewissen Punkt, bis zu dem Punkt,
als es für mich leider kein Zurück mehr gab.
Erinnerungen
1. Dezember 2010
Es war dunkel in dieser Nacht, und der Wind kündete vom nahendem Schnee,
der wohl noch in dieser kalten Nacht zu fallen drohte.
Wie eine unausweichliche Ankündigung schien diese Vorhersage,
unausweichlich, nahezu erdrückend für jeden,
der dieser Bekanntmachung auch nur ein wenig Gewicht beikommen ließ.
Und auch ich konnte nicht widerstehen,
dieser Vorhersage ein klein wenig Glauben zu schenken.
Und so setzte ich mich in mein kleines Auto,
um der der noch viel kleineren Welt,
die mich umgab, zu entfliehen.
Das Radio war aus, ich lauschte nur den sanften Klängen meiner Lüftung,
die das Innere mit einer sanften Wärme füllten.
Mit jedem Kilometer wurde es angenehmer,
und so kroch auch seltsam fremd ein wohliges Gefühl in meinen Körper,
so geschunden durch die vergangenen Jahre und Momente,
die unendlich viel Leid über mich gebracht hatten.
Meine Augen blickten nach vorne,
doch mein Geist zurück, es war dieser Sog,
der mich in all seiner Macht gefangen hielt,
gefangen in dem, was vor langer Zeit mein Leben bestimmt hatte.
Da war sie, die Straße, geprägt durch Geraden und Kurven,
die Straße meines bisherigen Seins hier unten,
dieses mehr oder minder bedeutende Leben,
was sich das meine nennt.
Und diese persönliche Retrospektive soll hier nun nicht enden,
jedoch in den hoffentlich kommenden Beiträgen fortgesetzt werden.
Bleibt neugierig!
Wunderbare Nachrichtenwelt
1. Dezember 2010
Oh ja, was wäre ich nur ohne meine Sender?
CNN, BBC, MSNBC, Bloomberg, Russia Today, Press TV,
meine Begleiter am Tag und vor allem in der Nacht,
die englische Sprache als mein hütender Begleiter.
Als ich noch in Kanada gelebt habe,
ist mir die englische Sprache endgültig
in Fleisch und Blut übergegangen.
Und genau diese Erfahrung möchte ich nun nicht mehr missen,
daher schaue ich zu 80% nur noch englischsprachige Sender.
Es mag melancholisch klingen,
aber es ist meine ganz persönliche Erinnerung
an die wundervollsten Tage meines Lebens,
in Kanada, ohne Sorgen, mit Freunden,
wahrer Anerkennung, Liebe, Sorglosigkeit.
Und genau in diesen herbstlichen Momenten,
dieser abendlichen Ruhe,
besinne ich mich gerne auf das,
was einst war, was einst mein Leben erfüllte,
und dabei helfen mir genau diese englischen Worte aus dem TV,
mich zu erinnern, an das,
was mein Leben einst erfüllt hat.
Zapping in order to feel a little bit of my life some years ago!
Die Deutschland-Frage
1. Dezember 2010
Ja, es ist unser Land, es ist Deutschland.
So einfach könnte man die Frage stellen,
die viele von uns bewegt, die einen mehr, die anderen vielleicht weniger.
Doch was bedeutet es, deutsch zu sein?
Ist die Geburtsurkunde bereits der Freifahrtschein,
um sich als Deutscher zu sehen,
oder sind auch Menschen, Mitbürger mit Migrationshintergrund
auch irgendwie deutsch? Ist es eine Frage der Staatsangehörigkeit?
Oder reicht es einfach, hier zu leben?
Diese Fragen möchte Euch gerne stellen,
möchte Eure Meinungen dazu erfahren,
was ist denn nun eigentlich typisch deutsch,
und was hat in unserem Land nichts zu suchen?
Ich freue mich auf Eure Antworten.
Probleme mit Final Cut
24. November 2010
Heute war der freundliche UPS Mann da!
Und nach nur wenigen Tagen nach der Bestellung
habe ich mein Final Cut Express 4 erhalten.
Die Installation war nach wenigen Minuten gegessen,
und auch die ersten Gehversuche schienen zu gelingen,
auch und gerade wegen diesem Tutorial
von Sebastian Wiegmann.
Eine wirklich gute Seite, die ich jedem Einsteiger empfehlen kann.
Doch dann kam zu einem schweren Problem!
Als ich versucht habe, über „Loggen“
von der internen Festplatte meines Camcorders
Material in AVCHD in mein Projekt zu importieren,
ging plötzlich NICHTS mehr,
Final Cut stürzte immer einfach nur ab,
ging aus, mit dem obligatorischen Fehlerbericht an Apple.
Zugegeben, ich bin ein wenig frustriert,
da ich den Fehler bei mir vermute,
nur habe ich bisher leider nicht herausfinden können,
ob dies auch wirklich der Fall ist,
also dass der Fehler auch wirklich bei mir liegt.
Um dieser Tatsache auf den Grund zu gehen,
bin ich inzwischen einfach zu müde,
ein baldiger Weg in mein Bett ist wohl die Lösung,
vielleicht kommt mir ja dann dort die entscheidende Idee.
Solltet Ihr Euch jedoch besser in dieser Materie auskennen,
so nehme ich jeden Rat mit Kusshand an.
Erster Nachtrag zu „Neue Videokamera?“
22. November 2010
Eigentlich war es von mir so geplant,
meine neue Panasonic HDC-HS700
an den Versender zurückzuschicken,
wie gesagt, eigentlich ……………….
Doch nachdem ich begonnen hatte,
mich im Internetz schlau zu lesen,
wurde mir nach kurzer Zeit bewusst,
dass mir dieser Camcorder
neue Möglichkeiten des Filmens ermöglichen würde.
Und so habe ich ich dazu entschlossen,
ihn nun doch zu behalten,
da ich inzwischen von den Möglichkeiten,
die mir dieser Camcorder bieten kann,
mehr als nur überzeugt bin.
Und die Moral von der Geschicht:
Vertraut nie dem ersten Eindruck einer Sache,
sondern lieber Eurem Bauchgefühl!





