Diese Band aus Nashville hat mich die letzten Monate begleitet,
die Musik hat mir geholfen, mir ein wenig Mut gemacht.

Leider ist die Qualität nicht so besonders,
ich werde mal nach einem besseren Video suchen.

Tage wie dieser

10. Juli 2009

Es ist kalt, es regnet und es ist windig!

Das Wetter scheint mich gut zu kennen,
es ist so, als würde es sich perfekt meiner Stimmung anpassen,
die ist nämlich mal wieder ganz schön weit unten.
So langsam habe ich das Gefühl,
zu verlernen, was Zufriedenheit ist,
von Glück möchte ich dabei erst gar nicht sprechen.
Mit jedem weiteren Tag wird es wieder seltsamer,
als würde eine Heerschar
von übermächtigen Kriegern in meinem Kopf
mit meinem Herzen kämpfen,
ständig, jede Sekunde eine neue Schlacht,
die kläglich verloren geht.
Und diese Gewissheit,
dass ich den Kampf nicht aufgeben darf,
entzieht mir fast meine gesamte Energie,
es ist lähmend, tut weh.

Und ich möchte meinen Kopf nicht in den Sand stecken,
nicht einfach aufgeben, es weiter so geschehen lassen,
doch genau an diesem Punkt sprechen wir
über die Crux an der ganzen Sache,
wenn es einfach wäre, leicht,
dann würde ich das nicht schreiben.

Die schöne Seite der Waagschale wird immer kleiner,
schwerer zu erkennen, was einst warm und vertraut war,
was mir ein Lächeln auf meine Lippen zauberte.

“Jeder Tag, an dem Du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag.”
(Charles Chaplin)

Die andere Seite, die Seite, die mich quält,
ist inzwischen wieder so schwer,
dass mich ihre Last droht, zu erdrücken,
die letzten kleinen Keime der Hoffnung zu vernichten.
Auch die leisen Gedanken an ein Morgen,
an einen neuen Tag, werden stiller, undeutlicher.
Und ich weiß doch, dass es weiter geht,
so, wie es bisher ja auch funktioniert hat,
über all die schlimmen Monate hinweg.
Also der neue Morgen kommt bestimmt,
so viel ist mir sicher, und ich bin auch bereit,
dies zu akzeptieren, den neuen Tag zu “leben”.
Vielleicht helfen meine Wünsche, meine Träume,
aus dem, was einst Mut war, Kühnheit und Hoffnung,
etwas zu formen, dass es leichter machen wird.

“Ja, ich bin ein Träumer,
denn nur Träumer finden ihren Weg durchs Mondlicht
und erleben die Morgendämmerung,
bevor die Welt erwacht.”

(Oscar Wilde)

Diese Träume

9. Juli 2009

Lange Zeit hatte ich meine Ruhe.

Und ausgerechnet in der letzten Nacht
war es dann mal wieder so weit,
ich habe schlecht geträumt,
und diese Träume haben immer den gleichen Inhalt,
ich sehe Dich, treffe Dich zufällig.

Letzte Nacht fand irgendwie alles in Hamburg statt,
auf einer Party in einer schicken Bar,
ich hatte dort etwas zu erledigen,
und plötzlich kommst Du rein,
trägst ein dunkles Abendkleid und schönen Schmuck,
hast dezentes Makeup aufgelegt.

Dein Weg führte Dich zur Bar,
und ich wollte nicht hinter Dir her,
aber ich konnte mich nicht wehren,
wollte mit Dir reden,
aber Du hast nicht geantwortet,
nur dieser leere Blick in meine Richtung……

Dann wurde ich wach,
es ist immer so verflucht real, so schmerzhaft.
Diese Träume kommen aus dem Nichts,
oder haben sie vielleicht doch einen Grund?
Mir wurde gesagt,
dass man traumatische Ereignisse im Schlaf
und in seinen Träumen verarbeitet,
das würde ich ja auch gerne glauben,
wenn es bloß nicht immer so weh tun würde.

Wie lange wird es denn noch dauern?

Der erste Tag

7. Juli 2009

Ich habe überraschend gut geschlafen.

Heute ist der erste ganze Tag zu Hause,
ich war ja nun schon etliche Wochen nicht mehr hier.
Und seit ich die unschönen Gefühle einfach zulasse,
und diese nicht mehr verdränge,
geht es mir deutlich besser.
Es tut dann zwar für den Moment noch weh,
aber es wirkt nicht mehr nach,
bereitet mir keine Bauchschmerzen mehr.
Natürlich wird es noch dauern,
da mache ich mir keine Illusionen,
aber es wird leichter, erträglicher.

Jetzt mache ich mich erst mal daran,
meine Wohnung auf Vordermann zu bringen,
es ist doch einiges liegen geblieben,
und ja, es wird auch staubig,
wenn man nicht zu Hause ist.

#Waschen #Saugen #Putzen

Wieder da

6. Juli 2009

Home, sweet home?

Na ja, schon nicht schlecht,
wieder in meiner eigenen Wohnung zu sein,
ist ja dann doch irgendwie alles vertraut,
und ich fühle mich auch wieder relativ sicher.
Bin vielleicht sogar ein klein wenig froh,
dass ich ab heute wieder “alleine” bin,
obwohl die letzten beiden Wochen
in Hamburg sehr schön waren,
ich habe eine Menge gesehen,
und auch viel erlebt,
man bedenke nur das Schanzenfest
und die anschliessenden Ausschreitungen,
so hautnah habe ich ein solches “Ereignis”
noch nie erlebt, hat doch geprägt.

Oder Lübeck und Travemünde,
ein schöner Ausflug an die Ostsee wars.
Binnenalster, Hamburg City,
und natürlich Eimsbüttel,
wo ich ja gewohnt habe.

Ich danke Dir für diese 2 Wochen, Jakob!

http://www.weissesschwarz.de

Nun ist es entschieden.

Ich werde heute nach 2 Wochen Hamburg
zurück nach Hause fahren.
Die Strecke durchs Alte Land werde ich nehmen,
da auf der A1 von Hamburg nach Bremen
viel zu viele Baustellen sind.
Ich werde mir Zeit lassen,
und die Landschaft geniessen.
Auch das Wetter spielt mit,
es ist schön hier im Norden,
und nicht mehr so tropisch wie letzte Woche.

Ein gutes Gefühl habe ich jedoch nicht
bei dem Gedanken,
heute Abend wieder in meiner eigenen Wohnung zu sein.
Das wird die ersten Tage
vermutlich eine ziemlich harte Nummer,
aber ich werde mich ablenken,
und weiter an meinem Roman arbeiten.
(jaaa, ich weiss, das erste Kapitel
hätte längst hier im Blog stehen sollen)
Gut Ding will schliesslich Weile haben.

#Heimreise #Bauchweh

Sonntags halt :/

5. Juli 2009

So langsam nervt es!

Immer wieder falle ich Sonntags
in ein ziemlich tiefes Loch,
und ich habe bis heute
keine plausible Erklärung,
warum das so ist,
warum das so hart ist,
und warum das nicht endlich aufhört.

Viele Tage und Nächte sind seit damals vergangen,
ich habe versucht, zu leben,
oder zumindest allen etwas vorzuspielen,
dass man Leben im Allgemeinen nennt.
Und auch ab nächster Woche heisst es wieder:

Showtime!

Gearde Sonntags mache ich mir Gedanken,
über das, was noch kommen wird,
wie es werden mag,
ob wohl noch eine Katastrophe folgen wird.
Zuversicht und Lebensmut sehen anders aus,
das gebe ich ja auch offen zu,
ich muss da schleunigst was ändern,
so wie es ist und war muss ein baldiges Ende finden.

Mehr nachher,
jetzt erst mal was essen,
immerhin funktioniert das wenigstens wieder.

Montag oder Dienstag ist es dann so weit.

Ich werde wieder zurück in meine Stadt fahren
und versuchen, mein Leben dort wieder in den Griff zu bekommen.
Habe mich jetzt nämlich lange genug versteckt,
bin weggelaufen, habe alles einfach nur verdrängt.
Dieses erste halbe Jahr 2009 möchte ich am liebsten vergessen,
geht aber nicht, also werde ich mich wohl oder übel
damit auseinandersetzen müssen,
und es gibt ja auch keine andere Lösung,
Verarbeitung und Konfrontation sind der einzig logische Schritt,
um bald wieder ein halbwegs normales Leben führen zu können.

Und dabei haben mir die Eindrücke der vergangenen Wochen geholfen,
Aachen, Luxembourg, Hamburg,
alles Stationen auf einer Reise,
oder besser, einer Flucht vor dem Alltag und seinen Problemen.
Aber auf dieser Reise habe ich schöne Erfahrungen gesammelt,
interessante Menschen getroffen,
und meinen Kopf ein wenig befreien können.
Und das ist auch gut so.

Trotzdem bleibt dieses mulmige Gefühl,
wenn ich an “zu Hause” denke,
es wird nichts mehr so sein,
wie es einmal war,
wie ich es liebte und geliebt wurde.
Ich bin gespannt.

Harter Schnitt, Neuanfang!

Wir waren auch schon Nachmittags dort,
die Polizei war zwar schon vertreten,
aber es lief alles friedlich ab,
die Menschen haben gegessen,
getrunken und geferiert.

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Am Abend sind wir dann beim Italiener
auf dem Schulterblatt was essen,
und plötzlich kippte die Stimmung,
es flogen die ersten Leuchtbomben,
und schon war der erste Wasserwerfer vor Ort.

P1000929

Die Polizei hat dann relativ zügig
den Bereich rund um die Rote Flora abgesperrt,
wir hatten uns inzwischen
aus Sicherheitsgründen in eine Bar
schräg gegenüber verzogen.

Die Lage entspannte sich dann etwas,
leider kann ich die Videos dazu noch nicht hochladen,
da ich diese erst umfromatieren muss.

Mehr dann später!

Schulterblatt

5. Juli 2009

Das ist alles total surreal.

Ich bin noch immer auf der Schanze,
relativ gefangen in einer Bar,
zwischen Polizei und schwarzem Block.
Und die Nacht wird wohl noch lang,
ich habe noch keine Ahnung,
wann wir hier weg kommen.

Aber das Bier ist kalt,
und die Bedienung schön.

Mal abwarten, mehr später!