Nur noch heute Nacht

4. September 2009

Einfach ist es noch immer nicht.

Diese Gedanken an früher,
wie es einmal war,
ich bilde mir ein, das es gut war,
aber war es denn wirklich so?
Nein, inzwischen sehe ich klarer,
deutlicher, das unser „gemeinsames“ Leben
nur eine bedrückende Illusion war,
ein Kampf, jeden Tag auf’s Neue.
Meine Bemühungen konnten nichts mehr ausrichten,
gewonnen habe ich Dich nie wirklich,
es war immer nur eine scheinbare Fassade,
leider nie mehr, nur weniger.

Menschen ändern sich nicht,
egal, wie groß oder stark die Liebe sein mag,
es ist diese Prägung,
die sich nicht verleugnen lässt,
ganz tief im Inneren,
immer präsent,
mal mehr, und mal weniger.

Langsam kriecht die Müdigkeit in meine Glieder,
ich fühle mich ruhig und entspannt,
es sind die Vorboten der Nacht,
diese hoffentlich traumlose Ruhe.
Mein Mac als treuer Begleiter,
in Stunden, die so entspannt sind.
Der nahe Herbst kündet von der Dunkelheit,
und ja, ich freue mich darauf,
hier zu sitzen,
und den Stürmen der Nacht zu lauschen.

Auf bald, Ihr Lieben!

Hektische Lichttänze

2. September 2009

Es ist Abend, langsam schleicht wieder diese Stille durch meine Fenster.

Sie kündet von der Nacht, von Ruhe und Frieden.
Im Lounge Radio Bert Kämpfert mit „Danke schön“,
erinnert mich an die Plattensammlung meiner Eltern.
Ein Schneider ist durch mein Fenster gekommen,
fliegt ruhelos ums Licht neben meinem Rechner,
und plötzlich ein neues Lied,
Mambayaga Project mit „Joy Of A Stick“,
es passt zu den Flügelschlägen.
Jetzt hat er seinen Platz für die Nacht gefunden,
an der Decke, er mag wohl müde sein.
So, wie ich, versunken in Gedanken
an meine nahe Zukunft,
vermutlich steht eine Reise an,
nicht weit weg, aber weit genug,
um wieder die nötige Luft zum Atmen zu finden.
Morgen werde ich mich an die Planung machen,
alles weitere dann hier.

Gute Nacht, Ihr Lieben,
schöne Träume!

In meinen Jahren in Kanada war Country Musik mein Begleiter,
und auch schon früher gab es nachts im deutschen Fernsehen
die aktuellen Hits aus den USA und Kanada,
sie haben mich manche Nachtschicht begleitet.

Und vor einiger Zeit habe ich diesen Song bei youtube entdeckt,
leider kann man das originale Video nicht mehr sehen,
da es in Deutschland das Urheberrecht verletzt,
dieser Song ist so traurig, und auch so wahr,
und Blaine Larson ist ein unglaubliches Talent.

Dieser eine Augenblick

31. August 2009

Es fiel ihm nicht leicht, seine Augen offen zu halten,
sein Körper war müde, so schwer vom Leben.
Die Gedanken schrien ihn an,
ein klein wenig Verstand schien noch übrig zu sein,
es ist dieser letzte Strohhalm,
an den man sich klammert,
den man nicht loslassen kann.
Immer wieder versuchte er, zu verstehen,
was da mit ihm geschah,
warum er sich nicht mehr wehren konnte.
Und trotz der tiefen Müdigkeit
tobten die Krieger in seinem Kopf
noch immer diese unerbittliche Schlacht,
so, als ob es kein Morgen mehr geben würde,
nur noch dieser eine, dieser letzte Kampf.
Was war denn nur geschehen?
Warum musste all das passieren?
Die Kleider aus tiefer Traurigkeit drohten,
zu einer unüberwindbaren Last zu werden,
die er nicht mehr ablegen konnte.
Es fühlte sich an wie ein Gefängnis,
aus dem er nicht ausbrechen konnte,
viel zu sicher waren die Erinnerungen an das,
was einst schön war.
Nun war es fast schon wieder Herbst,
die ersten Stürme kündeten von der kalten Zeit,
und auch sein Herz begann, langsamer zu schlagen.
Nur noch wenig Kraft, er schaute aus dem Fenster,
alles schien grau, so unwirklich.
Gab es da überhaupt noch einen Platz für ihn?
Es war diese Ungewissheit, die ihn zu verschlingen,
ja gar zu zerstören drohte.
Und dabei wollte er weinen,
seinen Gefühlen freien Lauf lassen,
doch da war sie wieder, diese Angst,
Schwäche zu zeigen.
Er wollte niemanden mehr stören,
mit seinen Problemen konfrontieren,
einfach nur hier und jetzt alleine sein,
mit all seinen Ängsten.
Und er wusste, dass es falsch war,
aber nichts hätte ihn vom Gegenteil überzeugen können,
nicht jetzt, nicht hier, nicht heute.

Klar denken

30. August 2009

Eigentlich habe ich alles was ich brauche!

Soziale Sicherheit, einen beinahe idiotischen Berg an Klamotten,
viele Freunde, von denen ich einige als sehr gute Freunde bezeichne.
Menschen halt, die sich freuen, wenn es mir gut geht,
und die sich gewaltige Sorgen machen, wenn ich mal wieder den Kopf in den Sand stecke.
Aber ist mein Leben deswegen normal?

Nein, mit Nichten!

Seit Jahren bin ich schon auf einer ewigen Suche,
es ist dieses Gefühl, endlich meine persönliche Wahrheit wissen zu wollen,
von „möchten“ kann beim besten Willen keine Rede mehr sein.
Und dabei gehe ich alles durch,
jeden noch so kleinen Stein,
den ich im Laufe der Vergangenheit auf den anderen gesetzt habe,
ja, ich hatte eine gute Zeit,
habe gelebt, es war eine einzige große Party, jeden Tag, jede Sekunde.
An ein Morgen habe ich dabei nie wirklich gedacht,
Tage folgten auf Wochen, Wochen auf Monate,
in denen ich mich in meiner Haut mehr als wohlgefühlt habe.
Meine Vita liest sich wie belangloser Trivialroman,
als gäbe es kein Unglück, keine Trauer, keinen Schmerz.

Eine schön Fassade, meine letzten Jahre hier unten ;)

Früher hatte ich einen ganz persönlichen kleinen Wahlspruch,
„Nein, ich werde niemals heiraten, ich bleibe für immer Junggeselle!“
Nette Theorie, doch dann kam die Liebe,
und traf mich mit einer solchen Stärke,
endlich gab es ein neues Gefühl,
und meine Party schien vorbei,
obwohl sie durch diesen neuen Moment gerade erst begonnen hatte.
Es sollte zur besten Zeit in meinem Leben werden,
da war sie, und der Kleine,
endlich die heile Welt in der meinen, von der ich nicht zu träumen gewagt hatte.

Und vermutlich habe ich alles falsch gemacht,
sonst würde ich wohl nicht hier alleine sitzen,
und versunken in Melancholie meinen Blog zu vermüllen.
Ich weiss, ich sollte die Schuld nicht bei mir suchen,
aber ohne eine ehrliche Erklärung wird mir das wohl niemals gelingen.
Mein Telefon liegt neben mir,
doch ich habe Angst davor, es zu benutzen,
vermutlich bekomme ich eh keine Antwort.

Warten auf Montag!

Seltsame Erinnerungen

30. August 2009

Heute vor einem Jahr war ich mit meiner Ex und ihrem kleinen
auf einem sehr bekannten Flohmarkt hier im Norden.
Es war ein schöner Ausflug, den ich aber beinahe durch meine Dummheit versaut hätte.
Aber seis drum, wir hatten einen schönen Tag dort.
Und al das ist nun schon so lange her,
für meinen Geschmack schon viel zu lange.
Es sind genau diese Tage,
voller Erinnerungen an eine schönes Zeit,
wohl die beste in meinem Leben.

Irgendwie ist alles noch immer so greifbar,
als wäre es erst letzte Woche geschehen,
doch ist leider eine Ewigkeit,
und ich verstehe nur zu gut,
warum sie mit mir absolut nichts mehr zu tun haben möchte,
es ist unglaublich, was ich alles veranstaltet habe,
ganz entgegen meiner Natur, so bin ich nicht,
und so wollte ich auch nie sein oder werden.
Als hätte es dort plötzlich nur eine tiefe Leere gegeben,
in meinem Herzen, wo einst viel Platz für sie und den Kleinen war.
Meine Versuche, mich kläglich zu entschuldigen,
wurde nicht mehr gehört,
ich habe es auch schon vor einiger Zeit aufgegeben, anzurufen.

„Ich werde nicht mit Dir darüber reden, wie es mir geht!“

Wo einst so viel Liebe und Zuneigung war,
ist vom dem Uns nichts mehr geblieben.
Es sind genau diese Tage, Tage wie heute,
an denen die Erinnerungen so präsent sind,
dass es mir beinahe die nötige Luft zum Atmen raubt,
mich Nachts wachliegen lässt, träumend von dem,
was einst warm und wundervoll war,
was meinem kleinen Leben hier unten einen Sinn gab.

Viele von Euch mögen jetzt denken,
das es Selbstmitleid sei,
aber so ist es nicht, das kann ich nach all den Monaten sagen,
es ist nur diese Traurigkeit über das,
was ich mir mit den Beiden so sehr gewünscht hatte,
eine gemeinsame Zukunft.

Was ich auch noch nicht geschafft habe,
ist zu verstehen, warum ich einfach verlassen worden bin,
ohne je eine richtige, oder vielleicht sogar eine ehrliche Antwort zu bekommen.
Es ist so, als würde man vor einem tiefen Abgrund stehen,
und viele Stimmen sagen dir „Los, spring jetzt!“,
und wenn Du diese Stimmen hinterfragst,
bekommst Du keine Antwort,
nur Ausflüchte, fadenscheinige Begründungen,
ohne einen wirklichen Sinn oder Inhalt.
Also bin ich stehen geblieben,
habe den Sprung nicht gewagt,
da es nicht sinnlos sein sollte.

Ob die Zeit etwas verändert hat?

Ja, in der tat, obwohl ich eigentlich nicht
an diese alten ratsamen Sprüche glaube.
Am Anfang des Endes standen Wut, Trauer,
und auch schiere Verzweiflung waren meine täglichen Begleiter.
Doch diese übermächtigen Gefühle werden leichter,
erträglicher mit jedem neuen Tag,
an dem man merkt, dass es doch noch Menschen gibt,
die einen mögen, die hinter einem stehen,
egal, wie zerstörerisch die Vergangenheit auch immer gewesen sein mag.
Ja, ich habe im vergangen Jahr sehr viel durch gemacht,
und dabei dachte ich, dass ich nur von Tiefpunkt zu Tiefpunkt schlittern würde,
so war es aber nicht, als ich es gemerkt habe,
war es Gott sei Dank noch nicht zu spät,
und meine Leben hing zu diesem Zeitpunkt nur noch an einem dünnen Faden,
ich sah nur noch die Rückschläge, aber keinen Horizont.
Und genau damals gab es noch Menschen,
die, trotz alle dem was passiert war,
wie schräg und eigenartig ich mich auch immer verhalten habe,
die für mich da waren, in Stunden der Dunkelheit,
in denen ich mich am liebsten von dieser Welt gewünscht hätte.
Ja, sie waren da, obwohl ich mein Leben schon so lange ignoriert,
und meine Gesundheit mit Füßen getreten hatte.

Dazu jetzt ein sehr gut gemeinter Ratschlag von mir:

Wenn Ihr meint ganz unten zu sein, und kein Schwein mehr Eure Sorgen,
Ängste, Nöte und Probleme möchte, dann spielt sich dieses
„nicht mehr hören wollen“ nur in Eurem Kopf ab!
Greift zum Hörer, ruft an, ihr nervt nicht, verlasst Euch drauf!
Es ist weder peinlich, noch ein Zeichen der Schwäche,
es ist dieser Funken Stärke, Selbsterhaltungstrieb,
greift um Telefon, es wird Euch keiner deswegen böse sein,
nein, ganz im Gegenteil, Freunde sind immer da,
egal, wie tief man meint gefallen zu sein!

Ich habe jedenfalls eine gewaltige Lehre daraus gezogen,
mich zu öffnen, wenn es mir beschissen geht.

Und gut geht es mir heute nicht,
natürlich wird es Zeit brauchen,
bis man wieder zu seiner gewohnten Stärke wächst,
vielleicht nur noch Monate, vielleicht auch viele Jahre.
Aber es geht aufwärts, Stück für Stück,
erzwingen kann man nichts,
aber tut mir den Gefallen, macht nicht dicht,
denn das ist falsch, ich spreche da aus eigener bitterer Erfahrung.

Wenn es Euch hilft, dann schreibt es auf, lasst es einfach raus,
natürlich werden jetzt viele von Euch den Kopf schütteln,
bei dem, was ich gerade in meinen Blog schreibe,
ja, vielleicht ist es eine Art Seelenstriptease,
aber da kann ich mit leben,
das geschriebene Wort ist meine Art,
mit meiner Vergangenheit umzugehen,
zu verstehen, was alles war, wie ich war,
und wie es am besten nie wieder sein soll.

Nur Mut!

Seltsame Streiche

29. August 2009

Bart van Huyck – Mr. & Mrs. Ward!

Ruhige Lounge Klänge aus meinen Lautsprechern,
es passt zur Nacht, zu dem, was ich gerade fühle.
Eine schöne Schwere durchdringt meinen Körper,
mein Kopf fühlt sich leicht an,
es sind schöne Gedanken, die ich gerade hege.
Der Wind streichelt mein Gesicht,
er ist kalt, kündet vom nahenden Herbst.
Langsam werde ich müde,
ich komme zur Ruhe,
bereit, meine Kleider abzustreifen,
und in in die sichere Höhle zu kriechen.
Einst schlief ich neben Dir ein,
mit der schönen Gewissheit,
am Morgen danach Deine Nähe zu spüren,
die kleinen Augen, das verschämte Lächeln.

Viel Zeit ist nun vergangen,
doch meine Gedanken verweilen bei Dir,
bei Euch, bei dem, was einst war,
und nie mehr sein wird.

Bin wohl zu sentimental,
versunken in Melancholie!

Mein Begleiter

29. August 2009

Es ist die Dunkelheit.

Und es sind die Stunden der Ruhe,
in denen sich meine kleine Welt etwas langsamer dreht.
Ich höre den Wind da draussen,
das Rauschen der Blätter an den herbstlichen Bäumen,
ob sich der Sommer noch einmal aufbäumen mag,
ich kann es nicht vorhersagen,
aber vielleicht gelingt es ihm ja.

Ob ich Angst vor dem Herbst haben werde?
Ja, habe ich, und ich wünschte mir jede verdammte Sekunde,
dass es anders wäre,
dass mein Kopf endlich frei wäre,
von den Gedanken, an früher an Dich, Maus!
Es ist so, als würde ich ständig vor eine Wand rennen,
immer schneller, heftiger, zerstörerischer,
es raubt mir noch immer beinahe den Atem.

Und dabei wünsche ich mir nichts sehnlicher,
ich möchte frei sein, wenn auch nur für ein kurzes Jetzt,
aber das schaffe ich noch nicht.
Ich weiß ja, dass Du alles hier gelesen hast,
und auch künftig lesen wirst,
und nach alle dem, was ich gemacht habe,
erwarte ich bei weitem keine Wunder mehr,
es ist nur noch dieser leise Keim,
den ich tief in meinem Herzen trage.

Hoffnung!

Genau jetzt!

27. August 2009

Ja, ich bin gut drauf.

Und nachts ist es immer so,
kurz bevor ich ins Bett gehe,
meine Gedanken werden leiser,
ich fühle mich ruhig.
Und so möchte ich den Abend beenden,
gute Nacht, Ihr Lieben.

Morgen wird ein besserer Tag!

Meeresnacht

27. August 2009

Es war diese Ruhe, das Gefühl der Nacht,
beinahe unbeschreiblich, einfach nur still.
Am Horizont sah man noch einen letzten Streif vom Blau des Tages,
und die Leuchttürme kündeten von der langen Dunkelheit.
Und ich mittendrin,
im warmen Sand, umgeben von leeren Strandkörben.
Die Vögel auf See stimmten nun ihr Lied an,
es schien nahe zu sein, greifbar.
Ja, ich war alleine, und nicht nur in diesem einen Moment,
nein, immer, mit einer Gewissheit,
die mir die Luft zum Atmen raubte.
Ich lauschte, hörte in mich hinein,
doch es war eine unhaltbare Situation,
Wut und Schmerz kamen hoch.
Enttäuscht vom Leben senkte ich mein Haupt,
und ich hörte den Wellen zu,
ein versöhnlicher Klang,
das sanfte Rauschen der Brandung.
Der Sand rann durch meine Finger,
es fühlte sich warm an, so vertraut.
Genau wie damals,
als die Zeit noch gerecht war,
als ich mein Leben hier unten noch unter Kontrolle hatte.
Ich spürte mein Herz, nur noch leise,
aber es war da, und es machte mir keine Angst mehr.
Noch ein letzter Zug an meiner Zigarette,
einen letzten Schluck von dem betäubenden Gift,
ja, ich war bereit.
Das Metall fühlte sich kalt an,
und ein letztes Lächeln huschte über meine Lippen.
So war das alles nicht geplant,
nicht gewünscht oder erhofft.
Doch ich wollte es nicht mehr ändern,
mit ruhiger Hand führte ich die Erlösung an meine Schläfe.

Es knallte.

Der aufgewirbelte Sand flog zu Boden,
nein, ich konnte es nicht,
und ich merkte, dass ich mein Leben zurück wollte,
bunt, und nicht mehr grau.
Ich begann, zu zittern,
und mit all meinem Mut warf ich sie ins Meer,
so weit ich nur konnte.
Ich spürte Tränen auf meinen Wangen,
aber es war nicht mehr dunkel, nicht mehr traurig,
es war Glück, endlich kein Feigling mehr.

Ich setzte mich wieder, um die Nacht zu genießen.